Krisenbewältigung mit prominenter Hilfe

in Home von rjoerges am 16. September 2009

Die Macher der discuss & discover haben keine Mühen gescheut, die besten ihrer Zunft als Sprecher für das Konferenz-Programm anzuheuern. Zwei herausragende Fachleute auf ihrem Gebiet sind beispielsweise Don Tapscott und Soumitra Dutta. Der eine ist gefeierter Bestseller-Autor (Wikinomics), der andere ist ebenfalls Autor und ausserdem Dekan der größten Business-School der Welt. Beide werden ihr umfangreiches Wissen auf der discuss & discover Conference mit ihren Zuhörern teilen und beide werden in ihren Vorträgen auf ein Thema eingehen, das uns zur Zeit alle bewegt: Die Wirtschaftskrise. Zwar ist diese von manch offizieller Stelle schon für beendet erklärt worden, die Realität sieht für viele Unternehmen aber ganz anders aus.

Dazu Don Tapscott:

In the face of an economic crisis this transformative, hunkering down maybe necessary, but it is not sufficient. Now is the time for fresh thinking and innovation. I´m glad to speak about this in my keynote at the discuss & discover in Munich.

und Soumitra Dutta:

The global crisis is not a time for complacency. Today is a time for change – radical change. Innovation is the only way forward for survival and growth – especially for large market leading firms. But how do you make a mammoth run like a gazelle? In my keynote at discuss & discover in munich I will show some examples of dramatic changes.  I will discuss how powerful trends such as globalization and virtualization are reshaping the social, economic and political landscape.

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EU-Kommissarin fordert mehr Cloud Computing in Europa

in Home von rjoerges am 15. Juli 2009

Viviane Reding, für IT, TK und Medien zuständige EU Kommissarin, hat vor kurzem in Brüssel eine bemerkenswerte Rede gehalten. Ihr Titel: “Digital Europe – Europe’s Fast Track to Economic Recovery“. Besonders aus Sicht der IT- und TK-Branche sind die darin aufgestellten Forderungen und Maßnahmen Balsam auf der Seele.

Im Kern geht es darum, die wirtschafliche Erholung nach der Bankenkrise durch diverse Investitionen in, und Maßnahmen rund um die IT und TK in Gang zu setzen. Frau Reding setzt dabei auf diverse Maßnahmen, die kurzfristig noch in diesem Jahr von der EU realisiert werden können und eine mittelfristige Prioritätenliste rund um die digitale Wirtschaft in Europa.

Dabei geht es unter anderem um den Ausbau des europäischen digitalen Breitbandnetzes, die 3G- und LTE-Infrastruktur, damit die Mobile-Telekommunikationswirtschaft angekurbelt werden kann, und um die Vereinheitlichung und Vereinfachung der europäischen Urheberrechtsgesetze. Letzteres ist notwendig um die europäischen Online-Dienste zu stärken, damit sie der amerikanischen Konkurrenz Paroli bieten können.

Eines von vielen bemerkenswerten Zitaten aus Frau Redings Rede lautet:

Web-based services called ‘cloud computing’ are the medicine needed for our credit-squeezed economy.

So beklagt sie, dass gerade die kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) in Sachen ITK hinterherhinken. Cloud-Computing könnte ihnen helfen, weil dadurch fixe IT-Kosten zu variablen Kosten würden und sich so auch weniger finanzstarke Unternehmen IT-Ressourcen leisten könnten. Und weiter:

However, today these new services are nearly all US-owned and US-based. Once again, the US has started to exploit a business model before Europe has managed to do so. We cannot let this continue. In my view, we need a major effort to set up Europe-hosted “clouds” to give European SMEs access to fast, open and productivity enhancing services. A recent study estimated that online business services could add 0.2% to annual GDP growth, create a million new jobs and allow hundreds of thousand of new SMEs to take off in Europe over the next five years. So what are we waiting for?

Btw: SMEs steht für “Small and medium enterprises”, zu Deutsch KMUs oder kleine und mittlere Unternehmen.

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BVMM: Der Mittelstand steckt immer noch in der Kreditklemme

in Home von rjoerges am 14. Juli 2009

Insgesamt 1.503 Unternehmen haben sich an einer Umfrage des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BWMM) zur Bundestagswahl 2009 beteiligt. Die Ergebnisse geben auf der einen Seite Anlass zur Hoffnung, auf der anderen Seite zur Sorge.

So bezeichnen knapp 73 Prozent der Umfrageteilnehmer ihre gegenwärtige wirtschaftliche Lage als befriedigend (39 Prozent), gut (27,8) beziehungsweise sogar sehr gut (5,8). Die Zukunft wird fast schon rosig gesehen. Ganze 83 Prozent der Befragten schätzen ihre wirtschaftliche Lage in zwölf Monaten als befriedigend oder besser ein. Allerdings dürfen diese Zahlen nicht darüber hinweg täuschen, dass 47 Prozent ihre Liquiditätssituation im Vergleich zum Vorjahr als schlechter einschätzen.

Sorgen bereitet den Befragten die Situation auf dem Kreditmarkt. Auf die Frage, ob sich die Kreditkonditionen der Hausbanken in den letzten vier Monaten verändert haben, antworteten immerhin 38,4 Prozent, sie hätten sich verschlechtert, 53,1 Prozent sie seien unverändert und lediglich 8,5 Prozent gaben an, sie hätte sich verbessert.

Dazu passt, dass in den Augen der Befragten die Konjunkturpakete der Bundesregierung bislang ins Leere gelaufen sind. Denn obwohl diese gerade dem Mittelstand helfen sollten, gaben 93,1 Prozent der Befragten an, ihr Unternehmen hätte bislang nicht davon profitiert. Ausserdem rechnen lediglich 20,1 Prozent damit, dass ihr Unternehmen in Zukunft von den Konjunkturmaßnahmen Vorteile haben wird.

Weitere Informationen gibt es bei Heise, die Studie selbst gibt es hier zum Download (PDF).

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