Zwei von drei Lesern des Businessletters planen Virtualisierungsprojekte

in Trends und Themen aus der Branche von Redaktion am 22. April 2009

Der allgemeine Trend zur Virtualisierung ist ungebrochen. Dies belegen auch die Ergebnisse unserer März-Umfrage unter den Abonnenten des Businessletters eindrucksvoll.

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Die Nachfrage nach Virtualisierung steigt – Ergebnisse einer Umfrage der DATALOG Software AG

in Trends und Themen aus der Branche von Redaktion am 25. März 2009

von Achim Herber (Vorstandsvorsitzender, DATALOG Software AG)

Firmen jeder Größenordnung spüren momentan die Auswirkungen der Rezession und suchen nach Möglichkeiten zur Kostendämpfung. Die Virtualisierung der IT-Infrastrukur ist hierbei eine Möglichkeit, schnell Ressourcen und Kosten zu sparen. Daher beschäftigen sich 93 Prozent der rund 400 Unternehmen, die die DATALOG Software AG zu diesem Thema befragt hat, konkret mit Virtualisierungsprojekten.

Virtualisierung hilft Kosten sparen

Vier von fünf Unternehmen schätzen an den Möglichkeiten der Virtualisierung, dass sowohl geringere Kosten entstehen als auch technische Vorteile realisierbar sind. Weitere 13 Prozent der Befragten versprechen sich nur technische Vorteile, wie zum Beispiel die Einsparung von Hardware und Systemspeicherplatz sowie die Erhöhung der Performance und Flexibilität. Fünf Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten eine reine Kostenreduktion, wie beispielsweise die Senkung von Betriebs- und Wartungskosten.

Bevorzugte Einsatzbereiche sind Windows-Server-Systeme

Virtualisierung hat sich bisher hauptsächlich im Server-Bereich durchgesetzt. Nahezu 90 Prozent der Befragten nutzen sie ausschließlich dort. Auf Desktops wird die Lösung weit weniger implementiert. In rund 80 Prozent der Unternehmen, die an der Umfrage teilgenommen haben, sind überwiegend Windows Server 2003 in Betrieb. Nur sieben Prozent der Befragten geben an, dass bei ihren Unternehmen vor allem Unix- oder Linux-Server laufen.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Einsatz von Virtualisierung, deren Nutzen und ihre Vorteile in Unternehmen heiß diskutiert werden und der Informationsbedarf zu diesem Thema hoch ist.

Die vollständigen Ergebnisse der Umfrage sind hier abrufbar.

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Desktop-Virtualisierung als ganzheitliche Herausforderung

in Trends und Themen aus der Branche von Redaktion am 25. März 2009

von Edwin Sternitzky (Director Marketing Central Europe, Citrix Systems GmbH)

Virtuelle Desktop-Infrastrukturen versprechen niedrigere Administrationskosten, höhere Flexibilität und mehr Sicherheit. Unternehmen erreichen diese Ziele allerdings nur, wenn sie sich zuvor mit den jeweiligen Anwendungsszenarien befassen und Technologien einsetzen, die den Anforderungen der Benutzer entsprechen.

Die Administration der Benutzerumgebungen verursacht in vielen Unternehmen weiterhin sehr hohen Aufwand. Während die reinen Anschaffungskosten für Desktop-PCs in den letzten Jahren gesunken sind, verbringen viele IT-Abteilungen immer mehr Zeit mit Softwareinstallationen, Updates und Benutzer-Support. Dazu kommt das heikle Thema Datensicherung: Wenn Anwender ihre Dokumente lokal abspeichern, können diese bei einem Hardware-Defekt unwiederbringlich verloren gehen.

Zentrale Administration und Kontrolle über die Sicherheit

Bei der Desktop-Virtualisierung wird das Client-Betriebssystem vom Endgerät auf einen zentralen Server verlagert. Der Anwender arbeitet mit der gewohnten Benutzeroberfläche, während im Hintergrund seine Tastatureingaben und Mausklicks an den Server übertragen werden. Dieser verarbeitet die Eingaben und schickt entsprechende Bildschirm-Updates über das Netzwerk zurück.

Die Abkopplung des Benutzer-Desktops vom Endgerät reduziert den Wartungsaufwand und eröffnet damit hohes Einsparpotenzial: Die Administratoren können alle notwendigen Installationen und Konfigurationen auf den zentralen Servern vornehmen und müssen nicht jeden einzelnen Benutzer-Desktop einrichten. Virtuelle Desktops bieten aber auch den Anwendern Vorteile – vor allem in punkto Flexibilität: Die Benutzer erhalten an jedem beliebigen Rechner im Unternehmen Zugang zu ihrer persönlichen Arbeitsumgebung.

Aus Sicht des Unternehmens spricht neben den Einsparmöglichkeiten vor allem das Thema Sicherheit für die Desktop-Virtualisierung: Sensible Daten liegen nicht auf möglicherweise ungeschützten Endgeräten, sondern auf gut gesicherten Servern, wo sie auch in die üblichen Backup-Routinen eingebunden sind. Zugriffsrechte werden zentral verwaltet und an die jeweilige Benutzerrolle angepasst.

Für jeden Anwender den richtigen Desktop finden

Bei der Auswahl des geeigneten technologischen Verfahrens gilt: Für Büroarbeitsplätze mit vielen Routineaufgaben, beispielsweise in Call Centern, sind Standard-Desktops auf Basis von Terminal Server-Technologie meist ausreichend. Virtuelle Maschinen, die sich vom Benutzer personalisieren lassen, eignen sich für Anwender mit komplexeren Anforderungen, zum Beispiel in der Buchhaltung. Desktops, die auf einem eigenen Rechner im Rechenzentrum laufen, sogenannte Blade PCs, richten sich schließlich vor allem an die Power-User in Unternehmen, wie Software-Entwickler oder Konstrukteure.

Performance muss stimmen

Ein Schlüsselfaktor für die Akzeptanz von virtualisierten Benutzerumgebungen ist die User Experience: Wenn Anwender Einschränkungen bei der Performance oder der Bedienbarkeit in Kauf nehmen müssen, kann sich das Konzept nicht im Unternehmen durchsetzen. Zukünftige Lösungen werden die Vorteile der Virtualisierung auch für mobile Anwender bereitstellen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Virtualisierung: eine Begriffsdefinition

in Trends und Themen aus der Branche von Redaktion am 25. März 2009

von Christoph Witte (freier Publizist und Kommunikationsberater)

Im Thema Virtualisierung stecken einige Versprechen, die das Herz eines jeden IT-Entscheiders höher schlagen lassen. Die drei wichtigsten sind: bessere Administrierbarkeit und damit leichterer Support, geringere Kosten durch höhere Hardware-Auslastung und Reduktion der Komplexität durch weniger physische Server und/ oder Clients. Vor allem die geringeren Kosten dürften auch die Business-Entscheider freuen, die in der Regel die IT bezahlen.

Durch die Installation einer Virtualisierungs-Software auf einem Server beispielsweise werden aus einem physischen System mehrere logische Systeme. Diese virtuellen Systeme lassen sich gleichzeitig und unabhängig voneinander auf einem physischen Server ausführen und verwalten. Auf einem Rechner lassen sich bis zu 20 virtuelle Systeme betreiben. So steigt die Auslastung der physischen Rechner erheblich an.

Die Virtualisierung von Servern birgt erhebliches Einsparpotenzial. Analysten von Forrester Research gehen davon aus, dass sich mit konsequenter Server-Virtualisierung bis zu 50 Prozent der Hardware-Kosten einsparen lassen. Darüber hinaus bringt die Virtualisierung weitere positive Effekte in Sachen Management und Flexibilität der IT-Landschaft:

  • Virtuelle Server lassen sich innerhalb von Minuten bereitstellen.
  • Virtuelle Server lassen sich in Echtzeit zwischen physischen Servern umziehen, wenn die entsprechende Virtualisierungs-Software installiert ist.
  • Snapshots von virtuellen Servern erleichtern die Wiederherstellung im Falle eines Absturzes.
  • Im Katastrophenfall können virtuelle Server Hardware-unabhängig wieder aufgesetzt werden.
  • Software-Updates lassen sich für virtuelle Server gleichzeitig einspielen und müssen nicht sequenziell bearbeitet werden.

Neben Servern lassen sich auch Speichersysteme, Clients und Applikationen virtualisieren. Vor allem die Client-Virtualisierung kann positive Kosten- und Verwaltungseffekte mit sich bringen. Hier unterscheidet man zwei Arten: die lokale Virtualisierung und die gehostete Virtualisierung. Bei der lokalen Variante wird auf dem Desktop eine Virtualisierungsschicht eingezogen. In dieser virtuellen Maschine können unabhängig von den anderen Anwendungen bestimmte Applikationen laufen, so werden sie nicht von anderen Applikationen gestört.

Im zweiten Fall wird der PC-Desktop inklusive des Betriebssystems, der Anwendungen und der persönlichen Einstellungen virtualisiert und von einem Server im Rechenzentrum zur Verfügung gestellt. So kann jeder Anwender von einem beliebigen Endgerät im Netz auf „seinen” Desktop zugreifen. Auf dem Server ist praktisch für jeden Desktop eine virtuelle Maschine aufgesetzt, in dem alle für diesen Arbeitsplatz vorgesehenen Programme unabhängig voneinander laufen.

Die Client-Virtualisierung hat folgende Vorteile:

  • Alle Clients werden zentral und hoch automatisiert verwaltet. Alle Clients einer Kategorie sind immer auf dem gleichen Stand.
  • Das hat auch erheblichen Einfluss auf die Sicherheit. Ein dezentraler Laptop, der vom Nutzer und vom Administrator verwaltet wird, ist sicherheitstechnisch nicht nur von Technik abhängig, sondern immer auch von der Aufmerksamkeit des Nutzers.
  • Produktionsumgebungen, auf die Nutzer am besten keinen Einfluss haben, lassen sich auf diese Weise hervorragend abschirmen, ohne dass der Endanwender die Freiheiten eines PCs vermissen muss.
  • Mobile Mitarbeiter können so über ein Virtual Privat Network immer auf „ihren” Desktop zugreifen, ohne ihre eigenen Anwendungen auf dem Notebook verändern oder gar stilllegen zu müssen, weil sich diese mit der vorgeschriebenen Produktionsumgebung nicht vertragen.
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