discuss & discover: Das neue Format liegt im Trend

in Home von rjoerges am 14. Juli 2009

Dr. Andreas Stiehler von Berlecon Research hat auf Perspektive Mittelstand einen bemerkenswerten Beitrag mit dem Titel ITK-Marketing: Hat der Messeauftritt ausgedient? geschrieben. Ein wichtiges Zitat daraus lautet:

“… liegt es nahe, die kundenindividuellen Veranstaltungen gleich auf die Messe zu verlegen. Schon bei der CeBIT in den letzten Jahren war zu beobachten, dass diese Idee von einigen Anbietern erkannt und von den Messeveranstaltern zunehmend unterstützt wird. Noch deutlicher zeigt sich der Wandel im Konzept der discuss & discover. Die Nachfolgeveranstaltung der Systems versteht sich nicht mehr primär als Messe, sondern als Plattform für Konferenzen, Kundenveranstaltungen und Social Events. Anscheinend trifft dieses Konzept auf Gegenliebe. So wird bspw. Microsoft bereits eine eigene Konferenz für etwa 600 ITK-Entscheider über diese Plattform organisieren.”

Viel mehr wollen wir dazu eigentlich nicht sagen. Ausser vielleicht, dass sich die discuss & discover für IT-Unternehmen jeder Größe als flexible Präsentationsform eignet. Gründe als Aussteller und Besucher daran teilzunehmen gibt es jedenfalls genug. Zum Beispiel hier und hier.
(via DampfLog)
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Die Struktur des Moduls Messe ist themenzentriert

in Neues von der discuss & discover von Redaktion am 25. März 2009

Die Ausstellung, also die klassische „Messe”, wird auch bei der discuss & discover einen zentralen Stellenwert einnehmen und konzentriert sich auf die Hallen B0, B1 und C1.

Sie wird im Gegensatz zu klassischen Messen nicht mehr nach einer abstrakten Nomenklatur strukturiert sein, sondern in drei zentrale Themenwelten:

Jede Themenwelt wird durch eine einheitliche Gang- und Deckengestaltung gekennzeichnet und verfügt über ein zentrales Info-Terminal und mindestens einen Themenpavillon, der als Gemeinschaftsstand angelegt ist.

Besucher folgen in jeder Themenwelt einem Leitweg, der dramaturgisch durch das Thema und zu allen Ausstellern führt.

In die Themenwelten werden Lounges für Firmenveranstaltungen und Unternehmen integriert, die nicht auf Produktpräsentationen, sondern auf hochwertige Meeting Areas setzen. Einige thematisch zugehörige Konferenzen (vgl. Modul „Corporate Events”) werden direkt in akustisch isolierten Räumen in den Themenwelten stattfinden. Besucher können so einfacher zwischen Konferenzen und Ausstellung wechseln, und Aussteller können ihre Kunden zur Konferenz einladen, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu ihren Ständen abgehalten wird.

Weitere Informationen zum Modul Messe und zu den Konditionen finden Sie hier

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Meine CeBIT – Was wir aus und von Hannover lernen können / Teil 5: Versuch einer Bilanz

in Home, Messe & Marketing, discuss & discover - das Event von Michael Kausch am 13. März 2009

cebitallgemein

(Bild: CeBIT)

Ein Blick auf die CeBIT 2009 zeigt für mich zwei Dinge: die CeBIT ist für unsere Branche unverzichtbar. Nirgendwo anders lassen sich an einem Ort und zu einer Zeit so viele interessante Menschen und Unternehmen aus der globalen IT-Branche treffen wie im März in Hannover. Aber: die CeBIT wird wohl auch in den kommenden Jahren kleiner werden. Sie wird immer weniger ein Schaufenster der gesamten Branche sein können. Das liegt schon daran, dass IT als Querschnittbranche heute so viele Themen und gesellschaftliche Bereiche abdeckt, dass der Versuch eine Gesamtübersicht zu bieten aus logistischen Gründen scheitern muss. Deshalb muss sich die CeBIT stärker fokussieren: auf die wichtigsten Trends und Themen unserer Branche und auf die zentralen Player unserer Zunft.

Das vornehmste Ziel einer Großmesse kann es nicht sein, künftig möglichst nur noch einstellig zu schrumpfen. Deshalb war der Schritt der Münchner SYSTEMS sich selbst abzuschaffen und dafür in einem harten Schnitt etwas völlig Neues zu inszenieren – die discuss & discover – richtig. Gefordert ist heute

1. eine Fokussierung auf die zentralen Themen und Trends, damit die Branche ihren Stellenwert in der Gesellschaft dem interessierten Publikum korrekt vermitteln kann; deshalb müssen die etablierten Grundrisse der Messen aufgebrochen werden zu Gunsten einer themenorientierten Struktur. Wir brauchen zum Beispiel keine Forschungshalle, sondern eine Forschung, die nah an den wirtschaftlichen Lösungen ist;

2. eine Fokussierung auf die Präsenz der wichtigsten Player unserer Branche, damit vor allem auch die Entscheider in mittelständischen Unternehmen die Chance haben, an einem Ort und zu einem Zeitpunkt einen schnellen Überblick über das aktuelle Angebot und die künftigen Herausforderungen zu erhalten. Spezial- und Ein-Themen-Messen können dies nicht leisten und werden deshalb den Mittelstand als Publikum verlieren;

3. eine Fokussierung auf Kommunikation und Diskussion; denn die großen Themen unserer Zeit, wie zum Beispiel Green IT, sind zuförderst keine klassischen Ausstellungsthemen; deshalb brauchen wir hochwertige Begegnungsstätten, emotionale Lounges und flexible Meetingräume;

4. neue preiswerte Beteiligungsmöglichkeiten, die auf Showeffekte verzichten und die Konzentration auf den Diskurs mit dem Entscheider erlaubt – damit auch Unternehmen, die sich eigene RoadShows und Events leisten können, sich zusätzlich an diesen zentralen Branchen-Events beteiligen können;

5. eine Einbindung in Pre- und Post-Event-Strategien, also in interaktive Online-Angebote: das Web 2.0 ist nicht mehr nur die Spielwiese der Blogger und Twitterer, sondern beginnt auch in unserem Unternehmen Realität zu werden. Wir müssen diesen Trend befördern und mitgestalten.

 

Ich bin davon überzeugt, dass eine übersichtliche und spannende discuss & discover mehr für unsere Branche und die Kunden dieser Branche tun kann, als eine nur wenig fokussierte Großmesse, die alles zeigen will, und deshalb doch nur weniges zu zeigen vermag. Auch die CeBIT wird diesen Weg gehen; früher oder später!

Die CeBIT 2009 ist vorbei. An dieser Stelle habe ich in fünf Posts einige sehr persönliche Schlussfolgerungen aus der diesjährigen CeBIT zur Diskussion gestellt: was können wir aus und von Hannover lernen? WIR, die wir IT-Veranstaltungen organisieren, uns an solchen beteiligen oder sie einfach nur besuchen.

Um folgende Themen ging es diese Woche in meinen fünf Posts zur CeBIT 2009:

Montag: Mut zur Reform statt zur Lücke

Dienstag: Die WebCiety – Hype oder Zukunft der IT-Messen?

Mittwoch: Green IT – ein alternativer Landfrauentag für Computer-Freaks?

Donnerstag: IT Security – Sicherheit nur noch für Spezialisten?

Freitag: Versuch einer Bilanz

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Meine CeBIT – Was wir aus und von Hannover lernen können / Teil 4: IT Security – Sicherheit nur noch für Spezialisten?

in Home, Messe & Marketing, discuss & discover - das Event von Michael Kausch am 12. März 2009

kiss

Seltsames Hostessen-Outfit auf der Security World der CeBIT 2009 (Bild: CeBIT)

Fest in russischer Hand war die Security World zumindest am Mittwochabend, als Kaspersky auf seinem Stand zur legendären Russen-Disco aufrief. Überhaupt war der Retail-Antivirenkönig Kaspersky wohl mit dem größten Stand in der Halle vertreten, während klassische B2B-Unternehmen wie Sophos und Utimaco, die sich um Enterprise-Lösungen und integriertes Sicherheitsmanagement für den Mittelstand kümmern, aber auch der Branchenriese Computer Associates fehlten. Und hier zeigte sich ein weiteres Manko der diesjährigen CeBIT: noch immer ist die CeBIT ein gewaltig großer Treffpunkt der Branche und die Security World beeindruckte durch zahlreiche Aussteller und einen sehr guten Publikumszuspruch. Die Größe wird aber nicht zuletzt durch immer neue Themenbereiche garantiert, die integriert werden. So schoben sich die aufmerksamen Besucher an zahllosen Überwachungskameras und elektronischen Zugangskontrollsystemen vorbei.

Das alles konnte aber nicht darüber hinweg täuschen, dass dort, wo früher die Stände von Trend Micro, CA, Sophos, Kaspersky und McAfee in Flugentfernung handlesüblicher Grippeviren um die Besucher buhlten, in diesem Jahr Lücken klafften und mehrere Marktführer gar nicht, andere nur sehr reduziert Präsenz zeigten. Dass ausgerechnet B2B-orientierte Unternehmen fehlten, mag für die CeBIT besonders bedauerlich scheinen.

Leider ist es Fakt, dass immer mehr Sicherheitsanbieter sich auf Spezialmessen zurückziehen. Dass die it-sa nun in Nürnberg als Ein-Themen-Messe ihr Glück versucht, weist in die gleiche Richtung. An den Erfordernissen des Marktes aber geht dieser Trend völlig vorbei. Natürlich besuchen IT-Security-Verantwortliche, die sich auf dieses Thema konzentrieren können, gerne Spezialmessen und sparen sich so die Unübersichtlichkeit einer CeBIT. Aber das Thema IT-Sicherheit ist doch auch ein Thema für den Mittelstand. Und dort gibt es in aller Regel noch keinen eigenen Verantwortlichen für IT Security. Dort muss sich der IT-Leiter, der Geschäftsführer und – hoffentlich! – der Betriebsdatenschutzbeauftragte über neue Herausforderungen und Chancen für das Risikomanagement informieren. Der aber wird nicht eigens in die fränkische Bratwurstmetropole fahren, wenn er das Thema Sicherheit gemeinsam mit seinen anderen IT-Themen auch auf der CeBIT und der discuss & discover serviert bekommt. Gut wäre es freilich, wenn dann die wichtigen Marktführer wenigstens auch komplett vertreten wären.

Aber braucht es dafür fette Ausstellungsstände? Täten es nicht vielleicht auch kleine Lounges für die Diskussion mit den Kunden? Hier sind die Messeveranstalter gefordert. Gegen den Stand von Kaspersky wird ein Anbieter, der sich mit einer kleinen Fläche auf die B2B-Klientel konzentrieren will, immer schlecht aussehen. Ein einheitlicher Themenstand mit großzügiger Meeting Area aber würde dem mittelständischen Besucher in kurzer Zeit einen Komplettüberblick vermitteln und ihm die Chance geben mit dem Anbieter seines Vertrauens in Ruhe reden zu können. Ohne große Show-Effekte und ohne große Kosten für die Aussteller. Auch hier gilt: wenn die IT-Großmessen den Schrumpfungsprozess, in dem sie sich befinden, zur Konzentration auf das Wesentliche nutzen, braucht ihnen um ihre Zukunft nicht bange zu sein. Einer B2B-Messe wäre ein solches Konzept adäquat.

Die CeBIT 2009 ist vorbei. An dieser Stelle stelle ich in fünf Posts einige sehr persönliche Schlussfolgerungen aus der diesjährigen CeBIT zur Diskussion: was können wir aus und von Hannover lernen? WIR, die wir IT-Veranstaltungen organisieren, uns an solchen beteiligen oder sie einfach nur besuchen.

Um folgende Themen geht es diese Woche in meinen fünf Posts zur CeBIT 2009:

Montag: Mut zur Reform statt zur Lücke

Dienstag: Die WebCiety – Hype oder Zukunft der IT-Messen?

Mittwoch: Green IT – ein alternativer Landfrauentag für Computer-Freaks?

Donnerstag: IT Security – Sicherheit nur noch für Spezialisten?

Freitag: Versuch einer Bilanz

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Meine CeBIT – Was wir aus und von Hannover lernen können / Teil 3: Green IT – ein alternativer Landfrauentag für Computer-Freaks?

in Allgemeines, Home, Messe & Marketing, discuss & discover - das Event von Michael Kausch am 11. März 2009

greenit

(Foto: CeBIT)

Aus dem Green IT Village der CeBIT 2008 wurde in diesem Jahr die Green IT World in Halle 8. Drunter macht man’s nicht in der niedersächsischen Metropolregion. Laut Ankündigung der CeBIT sollte es in der grünen Welt um Dinge gehen, wie Cloud Computing, mit dem man die Rechenleistungsbevorratung optimieren kann, um solarklimatisierte Rechenzentren, um eine Art Zylinderabschaltung für Mobilfunkmasten, um sparsame OLED-Bildschirme und und und. An der Aufzählung sieht man schnell, dass eine geeignete Begriffsdefintion vorausgesetzt, so ziemlich jede Innovation sich heute als grün darstellen lässt, denn es gibt immer noch etwas, was mehr Energie unsinniger verbraucht.

Wie aber schrieb die Deutsche Bank Research kurz vor der CeBIT so schön: “IT ist nicht grün und wird es niemals sein.”

Zitieren wir die Studie nach heise online: “Die ITK-Branche sei nicht nur für 2 Prozent der CO2-Emissionen weltweit verantwortlich (was den Emissionen in der Luftfahrt entspreche) sondern auch für eine enorme Zunahme des Stromverbrauchs. … In Rechenzentren würden die Ausgaben für Energie achtmal schneller als die Ausgaben für Hardware steigen, heißt es weiter. Bereits heute machten sie damit den Löwenanteil des IT-Budgets aus. Über den Energieverbrauch hinaus müssten zudem Posten wie der anfallende Elektroschrott oder die Verträglichkeit der bei der Produktion eingesetzten Materialien berücksichtigt werden. So kämen bei der Herstellung von IT-Hardware etwa toxische Substanzen wie Blei, Quecksilber, Kadmium oder Brom zum Einsatz, was eine spätere Wiederverwertung erschwere und zu weiteren Umweltbelastungen führe. Statt sich also von einem Green-IT-”Hype” blenden zu lassen, müsse das Thema gesamtwirtschaftlich betrachtet werden: “Green IT sollte nicht allein als Energiesparen bei der IT, sondern mehr noch als Energiesparen mit der IT verstanden werden.”

Da legen die Peanuts-Forscher der Deutschen Bank ihren Goldfinger aber genau auf die Wunden der Green IT World: nirgends war hier nämlich von gesamtgesellschaftlichen Energiebilanzen zu lesen. Die ganze Ausstellung vereinfachte das Thema auf das Sparpotential neuer und im Vergleich zu ihren ältlichen Vorgängermodellen ressourcenschonender Geräte und zeigte einige regionale Energiesparprogramme auf. Die ganze Ausstellung war großzügig in die Fläche geplant und mit gelehrigen Schrifttafeln und Wandzeitungen zumöbliert. Auf der ganzen Ausstellung gab es kaum Interaktion und Kommunikation, schon gar keine Emotion. Die Schaubilder trafen ziemlich genau das emotionale Niveau von Tapeziertischständen regionaler Landfrauentagungen und Leistungsschauen niedersächsischer Landkreis-Ökonomien.

Green IT ist vermutlich gar kein Ausstellungsthema, sondern ein Kommunikationsthema. Man kann über die ökologische Relevanz moderner IT trefflich auf Symposien streiten und die Vorteile IT-gestützter dezentraler Arbeitsformen und flexibler Geschäftsprozesse in Meetingräumen und Lounges an Best Practice-Beispielen erläutern. Aber man kann als Messe-Veranstalter mit diesem Thema keine “Fläche” machen; jedenfalls keine, die anziehend und nützlich für die Besucher ist. Und so bildeten die 2.000 Quadratmeter der Green IT World am ehesten noch eine Erholungsfläche mit viel Luft und Raum für müde Messebesucher.

Ganz anders das hervorragende Vortragsprogramm der CeBIT zum selben Thema: unterstützt von BITKOM, Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt gab es jeden Tag eine ganze Reihe hervorragender Vorträge zum Thema. Alle Vorträge waren kostenlos direkt im Ausstellungsbereich zu besuchen.

Was folgern wir daraus? Die Messegesellschaften müssen einerseits ihren Fokus auf den Vertrieb von Hallenfläche einschränken und andererseits Businessmodelle entwickeln, mit denen man auch mit öffentlichen Vorträgen als Veranstalter Geld verdienen kann. Dies wird auch die Herausforderung für die discuss & discover im kommenden Oktober in München sein: die Integration hochwertiger Vorträge in den Ausstellungsbereich; ergänzt um angenehme Facilities zur Diskussion mit Experten. Dabei muss, was gut und wertvoll ist, nicht unbedingt kostenfrei sein. Aber langweilige Ansammlungen von Wandzeitungen sollten uns erspart bleiben.

Die CeBIT 2009 ist vorbei. An dieser Stelle stelle ich in fünf Posts einige sehr persönliche Schlussfolgerungen aus der diesjährigen CeBIT zur Diskussion: was können wir aus und von Hannover lernen? WIR, die wir IT-Veranstaltungen organisieren, uns an solchen beteiligen oder sie einfach nur besuchen.

Um folgende Themen geht es diese Woche in meinen fünf Posts zur CeBIT 2009:

Montag: Mut zur Reform statt zur Lücke

Dienstag: Die WebCiety – Hype oder Zukunft der IT-Messen?

Mittwoch: Green IT – ein alternativer Landfrauentag für Computer-Freaks?

Donnerstag: IT Security – Sicherheit nur noch für Spezialisten?

Freitag: Versuch einer Bilanz

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Meine CeBIT – Was wir aus und von Hannover lernen können / Teil 2: Die WebCiety – Hype oder Zukunft der IT-Messen?

in Allgemeines, Home, Messe & Marketing von Michael Kausch am 10. März 2009

webciety

Sascha Lobo mit Intel-Chairman Craig Barrett auf der WebCiety (Photo: CeBIT)

Die CeBIT 2009 ist vorbei. An dieser Stelle möchte ich in fünf Posts einige sehr persönliche Schlussfolgerungen aus der diesjährigen CeBIT zur Diskussion stellen: was können wir aus und von Hannover lernen? WIR, die wir IT-Veranstaltungen organisieren, uns an solchen beteiligen oder sie einfach nur besuchen.

Die WebCiety war sicherlich ein sehr starkes und überzeugendes Konzept der CeBIT 2009. Die umfangreichen Marketingaktivitäten des Veranstalters taten ein Übriges, dass wohl nirgendwo auf der Messe eine höhe Kamera-Dichte zu messen war, als ausgerechnet hier im hintersten Eck der Halle 6.

In tiefschwarzen sechseckigen sogenannten “Homebases” versammelten sich Aussteller wie Communardo, EyeT, Hallo Welt!, I-D Media, Impossible Software und Sapient. Vor allem aber bot die Bühne der WebCiety zahlreiche und überwiegend sehr interessante Diskussionen. Am Freitag fand gar die re:publica hier statt. So konnte man in der Tat unzählige interessante Menschen auf engstem Raum treffen; vor allem natürlich fast alle Adabeis der deutschen und internationalen Weblog-Szene, von Sascha Lobo (der mit der roten Bürste auf dem Kopf) bis zu zu den spreeblickern, aber immer wieder auch in edle Stoffe gewandte Menschen aus Unternehmen, die sich hier schlau zu machen suchten über die seltsamen Dinge, die da im Web 2.0, 3.0 und sonstnochwo auf uns zukommen.

Und genau hier liegt meines Erachtens der Schlüssel zum Erfolg der Münchner discuss & discover im Oktober diesen Jahres. Die Hannoveraner WebCiety stand unter dem Motto “Internet ist coming home”. Hier gab sich die Szene der Blogger und Twitterer ein Stelldichein. Das Münchner B2B-Event kann und muss aber das “Enterprise 2.0” für sich entdecken. Eine “WebCiety”, die sich dem Austausch der Avantgarde der Szene mit den Entrepreneurs aus den Unternehmen verschreibt, kann von Hannover viel lernen und muss freilich über das, was in Hannover geboten wurde, weit hinausgehen.

Es ist zu zeigen, wie Firmen-Wikis das Wissensmanagement im Unternehmen und wie Corporate Blogs die Mitarbeiter- und Kundenkommunikation verändern werden. Das Web 2.0 als Medium der Information Worker muss das Thema der discuss & discover sein. Der gruftig-schwarze Charakter der WebCiety dient dieser Kommunikation sicherlich nicht. Nicht alles was schwarz trägt, ist auch Design! Vor allem aber müsste München etwas bieten, was ich in Hannover schmerzlich vermisst habe: innovative Tools zum Match Making zwischen den Vertretern der verschiedenen Welten. Die Konfrontation von Craig Barrett mit Sascha Lobo war ja eher die Ausnahme. Es braucht aber Orientierungshilfen für moderne Kommunikationsprofis aus etablierten Uuternehmen, wie sie die passenden Dienstleister und Berater aus der Web 2.0-Ära finden und treffen können. Es braucht verstärkt Best Practice-Beispiele zum Thema Enterprise 2.0. Es braucht vernünftige Meeting Lounges statt der furchbar ungemütlichen Kaffee-Ecken in Hannover. Und es braucht eine Integration von etablierten Unternehmen wie Oracle und Microsoft in das, was in München an die Stelle der WebCiety treten kann. Dann wäre die WebCiety ein Vorbild für die Zukunft der discuss & discover; ein Vorbild, das man freilich rasch übertreffen muss (und kann).

Um folgende Themen geht es diese Woche in meinen fünf Posts zur CeBIT 2009:

Montag: Mut zur Reform statt zur Lücke

Dienstag: Die WebCiety – Hype oder Zukunft der IT-Messen?

Mittwoch: Green IT – ein alternativer Landfrauentag für Computer-Freaks?

Donnerstag: IT Security – Sicherheit nur noch für Spezialisten?

Freitag: Versuch einer Bilanz

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Messen spielen Krisensignale herunter

in Home von Kurt Schraudy am 12. Februar 2009

Das Handelsblatt schrieb das deutsche Messewesen unter dem Titel “Messen spielen Krisensignale herunter” einmal mehr in die Krise.

Leitmessen bilden zunächst einmal den Markt ab – in guten wie in schwierigen Zeiten. In der persönlichen Begegnung der Vertreter einer Branche auf internationalen Messen, also in der intensiven Diskussion miteinander, werden Wege aus der Krise erörtert. Dadurch wird eine gemeinsame Orientierung geschaffen und Orientierung ist die Basis für Zuversicht.

Das gegenwärtige Problem besteht ja nicht darin, dass Krisensignale heruntergespielt werden (im Ausland wird uns diese Eigenschaft auch nicht wirklich nachgesagt). Das Problem liegt vielmehr darin, dass jedes negative Signal -zigfach verstärkt wird. Wir stecken in einer Vertrauenskrise. Die Zuversicht ist uns abhanden gekommen.

Richtig: manche Messen müssen einen signifikanten Umsatzrückgang verkraften, andere Messen sind stabil oder wieder andere verfügen gar noch über eine Warteliste. Es hängt ab von der Region, der Branche und der Position der jedweiligen Messe im Wettbewerb. Marktführerschaft schützt – gerade in Zeiten, in denen Marketing-Budgets sehr kritisch geprüft werden. Marktführerschaft müssen wir uns aber erarbeiten, immer wieder aufs Neue: im Produkt, in den Services, im Vertrieb und in der Kommunikation. Wir arbeiten mit Zuversicht an neuen Veranstaltungskonzepten. Jetzt! Denn in Krisenzeiten werden Marktanteile neu verteilt.

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Die Messe München sieht rot

in Allgemeines von Julia Haigis am 21. November 2008

Es ist soweit: am 2. Dezember um 10 Uhr lüftet die Messe München International das Geheimnis um die neue Veranstaltung, die im Oktober 2009 an die Stelle der traditionellen SYSTEMS treten wird. An diesem Tag wird Klaus Dittrich, Geschäftsführer der Münchner Messegesellschaft, im Rahmen einer Pressekonferenz das neue Projekt vorstellen.

Details zum neuen Projekt kann ich hier und heute natürlich noch nicht kommunizieren. Aber das Team, das die Sache hier intern ausbrütet, war in den letzten Wochen schwer beschäftigt, hat zahlreiche andere Messen, Konferenzen, Firmenveranstaltungen, Social Events und Online Communities analysiert; hat Hallenpläne gezeichnet, Preislisten definiert und vor allem schon mit ganz vielen wichtigen Leuten aus der Industrie gesprochen. Und die erste Resonanz war ausgesprochen vielversprechend.

Wie mein Kollege Markus Gladbach hier im Blog vor ein paar Wochen bereits erklärt hat, haben wir ein komplettes, aber zugleich auch “offenes” Konzept entwickelt: wir haben die wichtigsten Themen definiert, die Struktur und den Ablauf des Events. Wir haben die Anregungen und Wünsche der Industrie einfließen lassen,  die ja letztlich die ganze Veranstaltung “bezahlt”.

Aber ab dem 2. Dezember geben wir unser Projekt für die Diskussion in der Blogger Community und in der interessierten Öffentlichkeit  frei. Und Euer Feedback wird im Laufe der nächsten neun Monate in die finale Ausgestaltung Eingang finden. Die Online Community spielt eine große Rolle für uns. Ich freue mich schon auf die Diskussion.

Am 2. Dezember findet ihr hier alle Details zum neuen Event. Soviel nur vorweg: er wird ROT!

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