Hybrid-Lösung aus lokaler IT und Cloud-Computing

in Home von rjoerges am 26. August 2009

Gerade eben hat Amazon den Start seines neuen Dienstes Amazon Virtual Private Cloud (VPC) bekannt gegeben. Dabei handelt es sich um eine Art Brücke zwischen der Cloud und der lokalen IT des Kunden, ähnlich einem VPN. Bemerkenswert ist das unter anderem deshalb, weil es die Bedenken einiger Unternehmen hinsichtlich Cloud-Computing zerstreuen könnte, die es immer noch in großem Umfang gibt. Der Clou an der neuen Lösung ist, dass es die Vorteile zweier Welten verbindet: Die Sicherheit der hauseigenen IT mit der Skalierbarkeit der Cloud. Ob dabei noch der Begriff Cloud gerechtfertigt ist, sei erstmal dahingestellt.

Ein weiteres Thema, dass von vielen IT-Verantwortlichen kritisch gesehen wird, ist der tatsächliche physikalische Speicherort in der Cloud. Passend dazu, ein Zitat aus einem lesenswerten Beitrag von Computerwoche.de:

In einer Speicher-Cloud liegen die Unternehmensdaten oft auf derselben Platte wie die von anderen Nutzern. Was aber, wenn beispielsweise Ermittlungsbehörden oder Geheimdienste das Medium konfiszieren? Sind dann die Daten immer noch geschützt? Die Gesetzeslage ist hier nicht eindeutig.

Auch hier scheint die Amazon Virtual Private Cloud eine Lösung zu sein. Zumindest, wenn man dem Schaubild im Amazon Web Services Blog glaubt.

Spannend wird auf jeden Fall sein, ob andere Cloud-Anbieter mit ähnlichen Lösungen nachziehen werden. Dem Thema Cloud-Computing könnte auf diese Weise jedenfalls sicherlich auf die Sprünge geholfen werden.

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EU-Kommissarin fordert mehr Cloud Computing in Europa

in Home von rjoerges am 15. Juli 2009

Viviane Reding, für IT, TK und Medien zuständige EU Kommissarin, hat vor kurzem in Brüssel eine bemerkenswerte Rede gehalten. Ihr Titel: “Digital Europe – Europe’s Fast Track to Economic Recovery“. Besonders aus Sicht der IT- und TK-Branche sind die darin aufgestellten Forderungen und Maßnahmen Balsam auf der Seele.

Im Kern geht es darum, die wirtschafliche Erholung nach der Bankenkrise durch diverse Investitionen in, und Maßnahmen rund um die IT und TK in Gang zu setzen. Frau Reding setzt dabei auf diverse Maßnahmen, die kurzfristig noch in diesem Jahr von der EU realisiert werden können und eine mittelfristige Prioritätenliste rund um die digitale Wirtschaft in Europa.

Dabei geht es unter anderem um den Ausbau des europäischen digitalen Breitbandnetzes, die 3G- und LTE-Infrastruktur, damit die Mobile-Telekommunikationswirtschaft angekurbelt werden kann, und um die Vereinheitlichung und Vereinfachung der europäischen Urheberrechtsgesetze. Letzteres ist notwendig um die europäischen Online-Dienste zu stärken, damit sie der amerikanischen Konkurrenz Paroli bieten können.

Eines von vielen bemerkenswerten Zitaten aus Frau Redings Rede lautet:

Web-based services called ‘cloud computing’ are the medicine needed for our credit-squeezed economy.

So beklagt sie, dass gerade die kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) in Sachen ITK hinterherhinken. Cloud-Computing könnte ihnen helfen, weil dadurch fixe IT-Kosten zu variablen Kosten würden und sich so auch weniger finanzstarke Unternehmen IT-Ressourcen leisten könnten. Und weiter:

However, today these new services are nearly all US-owned and US-based. Once again, the US has started to exploit a business model before Europe has managed to do so. We cannot let this continue. In my view, we need a major effort to set up Europe-hosted “clouds” to give European SMEs access to fast, open and productivity enhancing services. A recent study estimated that online business services could add 0.2% to annual GDP growth, create a million new jobs and allow hundreds of thousand of new SMEs to take off in Europe over the next five years. So what are we waiting for?

Btw: SMEs steht für “Small and medium enterprises”, zu Deutsch KMUs oder kleine und mittlere Unternehmen.

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Ihre Meinung: Ergebnisse zu “IT as a Service”

in Umfrage von Redaktion am 02. Juli 2009

Die Hardware wird gemietet, Software kommt via Internet und die Wartung liegt von A bis Z bei einem Dienstleister. Klingt nach einem sorgenfreien IT-Leben. Doch unsere Umfrage im letzten Businessletter spricht eine andere Sprache.

Rund 57 Prozent (57,1 %) der Teilnehmer haben keine Pläne, in den nächsten zwölf Monaten in „IT as a Service” zu investieren. Nur knapp 36 Prozent (35,7 %) haben bereits auf Mietsoftware umgestellt. Nur rund sieben Prozent (7,1 %) haben die Absicht, in den nächsten zwölf Monaten IT as a Service in die Praxis umzusetzen. IT as a Service liegt 2009 also auf Eis.

Klare Ergebnisse gab es auch bei den Anwendungsbereichen. Auf die Frage, was sich denn am meisten für IT as a Service eignet, stachen „Collaboration and Communication” sowie „CRM” mit jeweils 64,3 Prozent die Nachfolger aus. Auf Platz zwei landete mit knapp 43 Prozent (42,9 %) „Supply Chain Management”, auf dem dritten Rang „ERP” mit rund 36 Prozent (35,7 %).

Die Angabe zur Zahl der Mitarbeiter offenbarte: An unserer Blitzumfrage nahmen mehr Großunternehmen als der Mittelstand teil. Rund 57 Prozent (57,1 %) kommen aus Firmen mit mehr als 250 Beschäftigten, knapp 36 Prozent (35,7 %) haben sogar mehr als 5.000 Mitarbeiter im Hintergrund. 21 Prozent der Befragten (21,4 %) sind in kleinen Betrieben beschäftigt.

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