Making Of: Wie die discuss & discover zu ihrem Namen kam

in Neues von der discuss & discover von Redaktion am 25. März 2009

salat

von Manfred Salat (Team discuss & discover)

Als wir im vergangenen Jahr die ersten Konzepte für das Nachfolge-Event zur SYSTEMS diskutierten, ging es natürlich auch um einen Namen. Man kennt das ja aus der Software-Branche, wenn etwa ein neues Programm geschrieben wird. So wurde vor einigen Jahren bei Microsoft aus „Longhorn” „Windows Vista”. Unser Arbeitstitel lautete zu Beginn „DigitalWorld”, denn im Mittelpunkt unserer ersten Überlegungen standen Diskussionen über die aktuellen Anforderungen der Internetgesellschaft und die Auswirkungen auf eine B2B-Veranstaltung wie die SYSTEMS. Im Laufe der nächsten Wochen wurde uns schnell klar, dass es ein ganzes Bündel an technologischen Trends gibt, auf die wir mit einem neuen Event eingehen wollten.

Allen Trends ist eines gemeinsam: Die Entscheidungen in punkto ITK werden immer komplexer, und allgemeingültige „richtige Antworten” für alle Unternehmen gibt es nicht mehr. Es geht zum Beispiel nicht um die Frage, ob SaaS zum Einsatz kommen soll, sondern darum, wann für ein Unternehmen der beste Zeitpunkt für einen Einstieg ins neue Software-Paradigma gekommen ist. Deshalb musste unser neues Event zukunftsorientiert sein. Es ging nicht darum, eine Übersicht über das Bestehende zu geben, sondern Rat für den richtigen Weg in die Zukunft.

Alle Namensvorschläge sollten international funktionieren, denn das neue Event sollte von vornherein so international wirken wie unser erfolgreicher Kongress Communication World, der in den letzten Jahren parallel zur SYSTEMS stattfand. Und im Zeitalter von „Windows” und „Cloud” dürfte ein englischer Name eigentlich auch niemanden mehr abschrecken.

Zu guter Letzt haben wir uns für einen  Namen entschieden, der nicht den Gegenstand des Events, sondern seinen Charakter kennzeichnet: „discuss & discover“. Dieser Titel drückt aus,

  • dass die Fokussierung von Strategien statt Produkten im Vordergrund steht,
  • dass der Event ein Forum für Diskussion statt nur ein Ort der Präsentation ist,
  • dass dort fokussierte Gespräche mit Entscheidungsträgern ohne Streuverluste stattfinden werden,
  • dass Technologien und Visionen neben konkreten Erfolgsgeschichten Platz finden.

Das Thema des Events kommunizieren wir mit dem Slogan „beyond bits and bytes”, denn wir wollen nicht bei der Präsentation einzelner Technologien stehen bleiben, sondern die Lösungen, Strategien und Perspektiven aufzeigen und diskutieren, die die Anwender aus kleine, mittleren und auch aus großen Unternehmen brauchen.

Wie alle neuen Namen sind natürlich beide Begriffe „discuss & discover” und „beyond bits and bytes” intern wie auch extern heiß umstritten. Aber zwei Dinge sind heute bei uns im Team wirklich akzeptiert:

  • der Name ist unverwechselbar und wird deshalb sehr schnell gelernt,
  • der Name beschreibt exakt das, was wir mit dem Event erreichen wollen.

Deshalb bin ich davon überzeugt, dass er das Zeug hat, auf viele Jahre hin erfolgreich zu sein.

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Neue Aufgaben für IT-Messen im Marketing-Mix

in Informationen für Marketing-Experten von Redaktion am 25. März 2009

von Markus Gladbach (Team discuss & discover)

Die rückläufigen Besucher- und Ausstellerzahlen bei klassischen IT-Messen, angefangen von der inzwischen eingestellten Comdex in Las Vegas, über die SMAU in Mailand bis zu CeBIT und SYSTEMS in Deutschland, illustrieren nicht die Krise der IT-Messen, sondern ihren Bedeutungswandel im Marketing-Mix. Diese Messen haben heute eine andere Aufgabe als früher und sind stärker in eine ganzheitliche Marketing-Strategie der ausstellenden Unternehmen eingebunden. Ich sehe dabei vor allem folgende Trends:

1. Die Produkte und Dienstleistungen der IT-Industrie werden immer komplexer. Heute geht es nicht mehr in erster Linie um neue Hard- und Software-Versionen, um neue Features im Notebook oder Betriebssystem, sondern um komplexe Strategien wie Virtualisierung, SaaS, Enterprise 2.0 oder Green IT. Solche Strategien lassen sich aber kaum mehr in bestenfalls 15minütigen Gesprächen auf einem Messe-Stand vermitteln. Deshalb nimmt die Bedeutung von Konferenzen und Kongressen seit Jahren deutlich zu: dort haben nicht Promotoren das Sagen, sondern die wirklichen Experten; und nicht für 15 Minuten, sondern für richtige Vorträge mit richtigen Diskussionen im Anschluss.

2. Die Produkte und Dienstleistungen der IT-Industrie werden immer austauschbarer. Hersteller müssen sich verstärkt über Emotionen und über „weiche” Kriterien wie „Vertrauen” und „Kompetenz” im Wettbewerb positionieren. Deshalb gehen immer mehr Unternehmen den Weg über eigene Firmenveranstaltungen (Corporate Events). Dort können Sie neben Vorträgen und eigenen Ausstellungen besser ihre Firmenphilosophie, ihr Corporate Design und ihre Firmenkultur darstellen; bis hin zur Party „im Stil des Hauses”. Auf Microsoft Partys gibt es immer Disco-Musik, auf Citrix Partys Zigarren und Whisky und bei Kaspersky die berühmte „Russen-Disco”. Das ist inzwischen Teil der Corporate Identity dieser Unternehmen.

3. Das Internet bietet heute eine einfache Möglichkeit sich schnell und umfassend über die gesamte Bandbreite des Marktangebots zu informieren. Früher war dies eine exklusive Funktion der Branchenmessen.

Was das Internet aber nicht bieten kann, ist die „Live”-Kommunikation und „Live”-Emotion einer Messe.

Firmenveranstaltungen sprechen immer nur bestehende Kontakte an, keine wirklichen Neukontakte. Und vor allem kleinere mittelständische Unternehmen gehen den Unternehmen, die einzig auf Corporate Events setzen, verloren. Denn welcher Mittelständler kann es sich schon leisten, alle Roadshows, der für ihn wichtigen zehn oder zwanzig Anbieter zu besuchen?

Deshalb müssen Messen heute stärker in eine integrierte Marketingstrategie eingebunden werden.

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Suchmarketing mit Google Adwords: So steigern Sie Ihren Erfolg

in Informationen für Marketing-Experten von Redaktion am 25. März 2009

Mehr als 150 Millionen mal nutzen Menschen Tag für Tag die Suchmaschine Google. Kein Wunder also, dass immer mehr Unternehmen versuchen, über kleine bezahlte Anzeigen Google-Suchende auf das eigene Web-Angebot zu lotsen. Und schließlich funktioniert Google Adwords, das Werbe-Angebot des Such-Giganten, so einfach, dass auch kleine Unternehmen ohne großartige Online-Marketing-Erfahrung bei Google mit wenig Geld erfolgreich werben können; jedenfalls wenn sie einige Grundregeln beachten.

Unter der Adresse https://adwords.google.de/ melden Sie sich für diesen Service an. Sie definieren in welchem Land und in welcher Sprache Ihre Anzeige erscheinen soll und gestalten Ihre erste, einfache, vierzeilige Textanzeige, bestehend aus einer kleinen Überschrift, zwei kurzen Textzeilen und dem Link auf Ihre Seite.

Über den Erfolg Ihrer Adwords-Kampagne entscheiden drei Dinge:

a) die Gestaltung Ihrer Anzeige

b) die gewählten Suchbegriffe

c) die Positionierung Ihrer Anzeige

Zuerst muss Ihre Anzeige also „sitzen”:

  • Die Überschrift sollte entweder ein konkretes Nutzenverspechen ausdrücken und den Bedarf Ihrer Kunden genau treffen, oder aber ein spannendes Hype-Thema beinhalten.
  • Der zweizeilige Text sollte klar beschreiben, was oder wer Sie sind und vielleicht noch einen Aspekt kommunizieren, der sie vom Mitbewerb unterscheidet.
  • Es empfiehlt sich, mehrere Anzeigenmotive gleichzeitig auszuprobieren. Denn auch hier gilt: Erfahrung macht den Meister!

Zum Zweiten müssen Sie die besten Suchbegriffe für Ihre Site definieren. Am einfachsten ist es wohl für den Anfang, Sie nutzen das Hilfe-Tool, das Google Ihnen zur Verfügung stellt. Dieses Tool analysiert auf Wunsch Ihre Website und schlägt Ihnen automatisch entsprechende Suchbegriffe vor. Bei umfangreicheren Websites mit großer Themenbreite ist es aber besser, einige Begriffe vorzugeben. Das Tool spielt Ihnen dann Empfehlungen für passende Suchausdrücke zurück.

Je weiter oben Ihre Werbung am rechten Rand erscheint, desto mehr Klicks werden Sie erhalten. Dabei hängt die Platzierung von der Klickrate und vom Preis ab, den Sie bereit sind pro Klick zu bezahlen. Natürlich ist man über einen hohen Preis pro Klick schnell oben im Ranking. Effizienter aber ist es, nach ersten Erfahrungen die erfolglosen Suchbegriffe zu löschen und sich auf die Begriffe mit einer besseren Klickrate zu konzentrieren. Das verbessert die Klickrate und damit die Platzierung Ihrer Anzeige.

Abschließend noch ein kleiner Tipp: Nach einem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofs dürfen Werbetreibende für ihre Anzeigenplatzierung als Suchwort den Namen ihrer Wettbewerber einsetzen: wer also zum Beispiel nach Ferrari sucht, der findet Porsche. Mehr dazu hier! Probieren Sie’s doch einfach mal aus.

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Suchmaschinenoptimierung – Wie komme ich auf die Position, die mein Internet-Projekt verdient?

in Informationen für Marketing-Experten von Redaktion am 25. März 2009

von Alexander Holl (CEO der 121WATT und stellvertretender Vorsitzender der Fachgruppe Performance Marketing beim BVDW)

Mit geschätzten 3,7 Milliarden Suchanfragen pro Monat in Deutschland ist Suche das beherrschende Thema im Online Marketing Mix. Von 100 Suchanfragen entfallen ca. 15 bis 20 Prozent auf bezahlte Suchergebnisse und 80 Prozent auf die natürlichen Ergebnisse von Google & Co. Eine gute Position auf den Ergebnisseiten der Suchmaschinen bestimmt somit über den dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg vieler Online-Projekte.

Doch erst seit einiger Zeit findet das Thema Suchmaschinenoptimierung den Weg in die Management-Etagen. Was für viele reine Internet-Unternehmen die zentrale Voraussetzung für ihren Erfolg ist, gilt in vielen klassischen Unternehmen noch als Aufgabe der operativen Abteilungen. Folgt man einer Studie der Performance Marketing Agentur Explido (P-Maxx) sind zum Beispiel die großen Bank- und Versicherungsunternehmen, mit einigen wenigen Ausnahmen, praktisch nicht auf den ersten drei Ergebnisseiten von Google zu finden.

Mit geschätzten 200 Variablen, die Google für die Bewertung der Relevanz verwendet, ist Suchmaschinenoptimierung keine kurzfristige Aufgabe, sondern ein auf Nachhaltigkeit angelegtes strategisches Projekt. Trotz der vielen Einflussfaktoren haben sich aber einige grundsätzliche Strategien und Optimierungsansätze herauskristallisiert, die für jede Webseite zum Erfolg führen.

  1. Analysieren Sie genau, welche Suchbegriffe Nutzer eingeben könnten, um nach Ihren Seiten zu suchen und verwenden Sie diese Begriffe auf Ihren Webseiten.
  2. Erstellen Sie eine nützliche und informative Website mit klar strukturiertem Aufbau und relevanten Verlinkungen innerhalb der Website.
  3. Ermöglichen Sie Google einen einfachen Zugang zu Ihrer Seite.
  4. Jede einzelne Seite des Webauftritts, sollte ein eigenes Thema haben (maximal 1 bis 3 Suchbegriffe). Diese Thema sollte auch konsequent im Text der Webseite und in den Formatierungen umgesetzt sein.
  5. Versuchen Sie Links von für Sie relevanten Seiten zu bekommen.
  6. Wenn Sie in Suchmaschinen gefunden werden möchten, konzentrieren Sie sich auf einzigartige Texte. Bilder und Videos sollten nur dann verwendet werden, wenn Sie dem Nutzer auch wirklich helfen.

Zusammengefasst: Einer der Maximen von Google lautet: „der Nutzer steht an erster Stelle!” Der Rest ergibt sich von selbst. Wenn diese Google Maxime auch für Ihre Website zutrifft, werden Sie auch gute Ergebnisse bei Google erzielen.

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Erfolgreich verhandeln mit den 4 Phasen des Gesprächsleitfadens

in Tipps für Manager von Redaktion am 25. März 2009

Wer die Tagesordnung kontrolliert, bestimmt, was zur Diskussion gestellt wird und was nicht besprochen wird. Deshalb ist es wichtig, dass Sie den Mut haben, die Führung selbst in die Hand zu nehmen.

Vereinbaren Sie zunächst mit Ihrem Gesprächspartner, worüber Sie verhandeln werden. Wenn das Themenspektrum zu weit gefächert ist, vereinbaren Sie einen Gesprächsprozess, d. h., wie lange Sie möglicherweise für einzelne Gesprächsteile brauchen werden, um zu einem Ergebnis zu kommen.

Sprechen Sie möglichst schon im Anfangsstadium ab, wie Sie sich die Vorgehensweise gedacht haben. Als sehr praxisnah hat sich folgender Gesprächsleitfaden für Verhandlungen erwiesen:

1. Verhandlungsthemen

  • Worüber wird verhandelt?
  • Welches Thema behandeln wir wann in welcher Zeit?

2. Informationsphase

  • Austausch von Interessen
  • Austausch von Informationen
  • Sichtweisen und Perspektiven werden beschrieben
  • Argumente und Begründungen werden ausgetauscht: Gemeinsamkeiten fixieren, Unterschiede präzisieren
  • Problemfelder beschreiben

3. Diskussionsphase

  • Bei Gemeinsamkeiten erste Ergebnisse festhalten
  • Probleme der Reihe nach behandeln; Pro-und-Contra-Diskussion; auf den Nutzen achten!
  • Handlungsspielräume austarieren
  • Wahlmöglichkeiten suchen

4. Beschlussphase
In der Beschlussphase geht es darum, auf ein Verhandlungsergebnis zielgerichtet zuzusteuern. Hier sind also Fragen wichtig wie:

  • Wie können wir uns inhaltlich einigen?
  • Wie können wir uns verfahrensmäßig einigen?
  • Auf welchen sachlichen Kriterien bauen wir das Verhandlungsergebnis auf?
  • Legen wir dem Verhandlungsergebnis objektive Maßstäbe zugrunde?

Praxis-Tipp:Die Diskussionsphase sachbezogen und ergebnisorientiert zu gestalten, ist vielfach sehr schwierig, weil man bei unterschiedlichen Interessen sehr schnell Gefahr läuft, sich in Sackgassen zu verrennen.


Quelle

Fachverlag für Recht und Führung
Theodor-Heuss-Str. 4
53095 Bonn
Telefon 0228/9 55 01 30
Telefax 0228/35 97 10
www.vorgesetzter.de

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Mit 3 Strategien zum charismatischen Projektleiter

in Tipps für Manager von Redaktion am 25. März 2009

Sie sind als Projektleiter verantwortlich dafür, dass das von Ihnen geführte Team die Projektziele erreicht. Das macht Sie zur Führungskraft - auch wenn Sie letztlich nicht weisungsbefugt sind. Ihre Mitarbeiter lassen sich jedoch nur schwer von Ihnen führen, wenn Sie in der Führungsrolle nicht überzeugen. Mit den folgenden 3 Strategien beweisen Sie sich als charismatische Führungskraft:

  1. Zeigen Sie sich im Kreis anderer Führungskräfte.
    Verschaffen Sie sich Zugang zu Führungs-Meetings. Sagen Sie, dass Sie die Informationen für Ihr Projekt brauchen oder dass Sie über das Projekt berichten wollen. Lassen Sie sich zumindest auf die Verteiler von entsprechenden Protokollen setzen. Dann steht Ihr Name in bester Gesellschaft.
  2. Übernehmen Sie die Spielregeln der anderen Führungskräfte.
    Achten Sie bei jedem Kontakt mit Linienchefs auf deren Verhalten, Auftreten, Sprechweise und Kleidung. Passen Sie sich an. Achten Sie darauf, dass Sie im Kreis der Manager nicht wie ein Fremdkörper wirken, sondern wie ein Zugehöriger.
  3. Erkämpfen Sie sich Statussymbole.
    Beobachten Sie, durch welche Symbole andere Führungskräfte ihren Status deutlich machen. Erkämpfen Sie sich vom Auftraggeber des Projekts Statussymbole, die Ihnen eigentlich von Ihrer offiziellen Position her noch nicht zustehen. Zeigen Sie ihm plausibel bezogen auf das Projekt auf, warum Sie dieses Statussymbol benötigen - er wird es Ihnen dann kaum abschlagen können. Und Ihren Mitarbeitern imponiert es, wenn Sie solche “Trophäen” erobern können. Es kann sich zum Beispiel um Firmenparkplätze, die Befreiung von der Stechuhr, um Budgets für Bewirtungen oder bestimmte Zugriffsberechtigungen am PC handeln.

Wenn Sie alle in diesem Beitrag vorgestellten Strategien und Maßnahmen als Projektleiter auf Zeit anwenden, werden Sie erfahren, dass Sie auch ohne Weisungsbefugnis Gehör finden und erfolgreich führen können. Wichtig ist, dass Sie selbstbewusst als Führungskraft auftreten und durch Kompetenz überzeugen.

Quelle
DIV Deutscher Ingenieur Verlag
http://www.ingenieur-verlag.de

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Effektiver entscheiden mit Intuition – 7 Fragen

in Tipps für Manager von Redaktion am 25. März 2009

Warum ist oftmals die erste Idee die beste? Warum erweist sich der erste Lösungsweg, der einem in den Sinn kommt, im Nachhinein als richtig? Warum wissen wir Menschen manchmal Entwicklungen im Voraus – lange bevor diese mit statistischer Sicherheit bewiesen sind? Wenn der Bauch beim Denken hilft, hören wir Menschen oft nicht hin, weil wir zu sehr in analytischen Denkmustern verstrickt sind. Warum wir Menschen öfter einmal unserer Intuition vertrauen sollten und wie man diese unbewusste Intelligenz zum Turbolader macht.

1. Warum tun sich Menschen so schwer, sich auf ihr Bauchgefühl zu verlassen?

Dr. Jürgen Wunderlich: Unsere heutige Wirtschaftswelt ist eine Welt der Analyse. Keine wichtige Entscheidung wird ohne vorhergehende Analyse getroffen. So haben wir es schließlich an der Universität gelernt und genau das ist in Unternehmen gefragt. Wer in Führungspositionen vorstoßen will, wird auf eine Betonung seiner analytischen Fähigkeiten nicht verzichten können. Das Geschehen in modernen Unternehmen wird penibel in Reports erfasst. Schließlich möchte das Management – sie ahnen es – eine Analyse des Geschehens vornehmen und daraufhin bessere Entscheidungen treffen können.

2. Sind dies denn dann auch die besseren Entscheidungen?

Dr. Jürgen Wunderlich: Möglich ist dies natürlich! Doch betrachten wir einmal erfolgreiche Börsenexperten, haben sich diese nicht immer nur auf die allgemein anerkannten Analysten verlassen, sondern vielmehr oft auch auf ihr Bauchgefühl und gerade hier die größten Erfolge erzielt.

3. Und sind damit gewaltig auf die Nase gefallen?

Dr. Jürgen Wunderlich: Das kann natürlich auch passieren! Weder ein analytisches Vorgehen noch das Bauchgefühl garantieren den Erfolg. Beschäftigung mit der eigenen Intuition allerdings erschließt bei den meisten Menschen bislang unbekannte Bereiche des Unterbewussten, in denen viel Potential steckt. So erhöhen Sie die Chance auf eine bessere Entscheidung.

4. Ist das nicht ein Unsicherheitsfaktor, dem sich Unternehmer nicht ausliefern wollen?

Dr. Jürgen Wunderlich: Gerade mittelständische Unternehmen sind hier den Managern einen gewaltigen Schritt voraus. Sie warten mit Entscheidungen oft nicht, bis alles mit hoher statistischer Wahrscheinlichkeit abgesichert und zweifelsfrei bewiesen ist, sie handeln, sobald sie der intuitiven Meinung (Intuition?) sind, dass es sich lohnt. Unsere Intuition beruht in erster Linie auf unbewussten Faustregeln. Diese Faustregeln erweisen sich meist als deutlich effektiver und wirksamer als herkömmliche Entscheidungsfindungsverfahren. Allerdings sind diese Regeln noch nicht alle aufgeklärt. Wenn Sie jemanden theoretisch versuchen zu erklären, wie Fahrradfahren funktioniert. Wie er das Gleichgewicht halten muss. Wann er sich in welche Kurve neigen soll. Wann er die Gangschaltung betätigen soll. Wie er die Feinjustierung auf nicht ganz ebenem Untergrund vornimmt. Dann kommen Sie zu einem unheimlich komplexen Anweisungsgebilde. Alle diese Anweisungen beherrschen Sie, ohne sich auch nur annähernd darauf konzentrieren zu müssen. Es steht Ihnen einfach zur Verfügung. Ähnlich verhält es sich auch mit Ihrer Intuition. Hat man es einmal gelernt und beherrscht das Vorgehen, ist es ein Weg, um schnell zu einer höheren Effizienz zu kommen.

5. Soll ich nun grundsätzlich intuitiv entscheiden und alle anderen Entscheidungsprinzipien über Bord werfen?

Dr. Jürgen Wunderlich: Nein ganz und gar nicht. Es ist viel geschickter, wenn Sie Ihre Intuition gleichberechtigt neben alle anderen Wege zur Entscheidungsfindung setzen. Sowohl die Ratio als auch die Emotion und die Intuition haben ihre Stärken. Wenn Sie diese geschickt miteinander kombinieren, dann gewinnen Sie unheimlich an Power. Vor allem wenn Sie unsicher sind, sollten Sie alle Kanäle befragen, die Sie heranziehen können.

6. Wie ist denn der wissenschaftliche Stand in der Erforschung der Wirksamkeit von Intuition?

Dr. Jürgen Wunderlich: Die Entdeckung der tatsächlichen Fähigkeiten der Intuition steckt noch in den Kinderschuhen, auch wenn uns die Wissenschaft seit ein paar Jahren konkrete  Fakten liefert. Die Entdeckung und vor allem der Nachweis der tatsächlichen Fähigkeiten, die Intuition bietet, ist derzeit eines der spannendsten Themen der Gehirnforschung. Mittlerweile beschreiben immer mehr Forscher und  Wissenschafts-journalisten, welche erstaunlichen Möglichkeiten die Intuition uns Menschen bietet. Eines aber ist sicher: Jeder Mensch hat bereits heute die Möglichkeit, den Erfolg und die  persönliche Wirksamkeit mit ihrer Hilfe deutlich zu steigern.

Auf den bereits existierenden wissenschaftlichen Erkenntnissen und vor allem Erfahrungen der täglichen Unternehmenspraxis aufbauend, gebe ich im Buch Tipps, wie man die eigene Intuition kennenlernen und dieses Potential anzapfen kann. Praxiserprobte Methoden helfen dabei, mehr aus sich und der eigenen Intuition zu machen. Ich selbst war sehr überrascht, als ich über einige faszinierende Experimente der Intuitionsforscher las, wie deutlich doch die Fähigkeit der Intuition unserer reinen rationalen Logik überlegen sein kann. Allein schon, wer das oft zitierte Kartenstapelexperiment von Damasio betrachtet, bei dem die Intuition innerhalb der ersten Züge bereits die richtige Schlussfolgerung nahelegt, während diese erst bei rund 30-40 Zügen später über die kalkulierende Ratio zur Verfügung steht, kann erahnen, welcher Turbolader hier zur Verfügung gestellt wird. Sie können dadurch in allen Lebensbereichen  entscheidende Schritte voraus sein.

7. Und dazu reicht Intuition aus?

Dr. Jürgen Wunderlich: Dass Intuition dazu alleine nicht ausreicht, bin ich mir bewusst und möchte es auch meinen Lesern deutlich aufzeigen: Um wirklich erfolgreich zu sein, bedarf es weiterer Faktoren. Um mehr aus der Intuition zu generieren, umfasst I³-Power deshalb auch drei Turbolader, die sich in allen Führungssituationen nutzen lassen: Intuition, Inspiration und Impulse. Mit der Intuition erschließen Sie sich die Basis für wirksamere Entscheidungen und Ideen. Mit der Inspiration sorgen Sie dafür, dass Sie andere von Ihren Ansätzen überzeugen. Damit aus dieser Überzeugung dann auch Handlungen werden, versetzen Sie den Inspirierten Impulse, die den Antriebsmotor anwerfen. Dieses Dreiergespann versetzt Sie in die Lage, Ihre Intuition mit Ihrem Verstand zu koppeln, ohne dass das eine oder das andere verloren geht.

Vielen Dank für das Gespräch!

Quelle
Dr. Wunderlich
Am Klößchen 13
06774 Rösa
Telefon: 034208/72137
Telefax: 0341/4229832
Homepage: http://www.dr-wunderlich-team.de/

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