Erfolgreich verhandeln mit den 4 Phasen des Gesprächsleitfadens

in Tipps für Manager von Redaktion am 25. März 2009

Wer die Tagesordnung kontrolliert, bestimmt, was zur Diskussion gestellt wird und was nicht besprochen wird. Deshalb ist es wichtig, dass Sie den Mut haben, die Führung selbst in die Hand zu nehmen.

Vereinbaren Sie zunächst mit Ihrem Gesprächspartner, worüber Sie verhandeln werden. Wenn das Themenspektrum zu weit gefächert ist, vereinbaren Sie einen Gesprächsprozess, d. h., wie lange Sie möglicherweise für einzelne Gesprächsteile brauchen werden, um zu einem Ergebnis zu kommen.

Sprechen Sie möglichst schon im Anfangsstadium ab, wie Sie sich die Vorgehensweise gedacht haben. Als sehr praxisnah hat sich folgender Gesprächsleitfaden für Verhandlungen erwiesen:

1. Verhandlungsthemen

  • Worüber wird verhandelt?
  • Welches Thema behandeln wir wann in welcher Zeit?

2. Informationsphase

  • Austausch von Interessen
  • Austausch von Informationen
  • Sichtweisen und Perspektiven werden beschrieben
  • Argumente und Begründungen werden ausgetauscht: Gemeinsamkeiten fixieren, Unterschiede präzisieren
  • Problemfelder beschreiben

3. Diskussionsphase

  • Bei Gemeinsamkeiten erste Ergebnisse festhalten
  • Probleme der Reihe nach behandeln; Pro-und-Contra-Diskussion; auf den Nutzen achten!
  • Handlungsspielräume austarieren
  • Wahlmöglichkeiten suchen

4. Beschlussphase
In der Beschlussphase geht es darum, auf ein Verhandlungsergebnis zielgerichtet zuzusteuern. Hier sind also Fragen wichtig wie:

  • Wie können wir uns inhaltlich einigen?
  • Wie können wir uns verfahrensmäßig einigen?
  • Auf welchen sachlichen Kriterien bauen wir das Verhandlungsergebnis auf?
  • Legen wir dem Verhandlungsergebnis objektive Maßstäbe zugrunde?

Praxis-Tipp:Die Diskussionsphase sachbezogen und ergebnisorientiert zu gestalten, ist vielfach sehr schwierig, weil man bei unterschiedlichen Interessen sehr schnell Gefahr läuft, sich in Sackgassen zu verrennen.


Quelle

Fachverlag für Recht und Führung
Theodor-Heuss-Str. 4
53095 Bonn
Telefon 0228/9 55 01 30
Telefax 0228/35 97 10
www.vorgesetzter.de

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Mit 3 Strategien zum charismatischen Projektleiter

in Tipps für Manager von Redaktion am 25. März 2009

Sie sind als Projektleiter verantwortlich dafür, dass das von Ihnen geführte Team die Projektziele erreicht. Das macht Sie zur Führungskraft - auch wenn Sie letztlich nicht weisungsbefugt sind. Ihre Mitarbeiter lassen sich jedoch nur schwer von Ihnen führen, wenn Sie in der Führungsrolle nicht überzeugen. Mit den folgenden 3 Strategien beweisen Sie sich als charismatische Führungskraft:

  1. Zeigen Sie sich im Kreis anderer Führungskräfte.
    Verschaffen Sie sich Zugang zu Führungs-Meetings. Sagen Sie, dass Sie die Informationen für Ihr Projekt brauchen oder dass Sie über das Projekt berichten wollen. Lassen Sie sich zumindest auf die Verteiler von entsprechenden Protokollen setzen. Dann steht Ihr Name in bester Gesellschaft.
  2. Übernehmen Sie die Spielregeln der anderen Führungskräfte.
    Achten Sie bei jedem Kontakt mit Linienchefs auf deren Verhalten, Auftreten, Sprechweise und Kleidung. Passen Sie sich an. Achten Sie darauf, dass Sie im Kreis der Manager nicht wie ein Fremdkörper wirken, sondern wie ein Zugehöriger.
  3. Erkämpfen Sie sich Statussymbole.
    Beobachten Sie, durch welche Symbole andere Führungskräfte ihren Status deutlich machen. Erkämpfen Sie sich vom Auftraggeber des Projekts Statussymbole, die Ihnen eigentlich von Ihrer offiziellen Position her noch nicht zustehen. Zeigen Sie ihm plausibel bezogen auf das Projekt auf, warum Sie dieses Statussymbol benötigen - er wird es Ihnen dann kaum abschlagen können. Und Ihren Mitarbeitern imponiert es, wenn Sie solche “Trophäen” erobern können. Es kann sich zum Beispiel um Firmenparkplätze, die Befreiung von der Stechuhr, um Budgets für Bewirtungen oder bestimmte Zugriffsberechtigungen am PC handeln.

Wenn Sie alle in diesem Beitrag vorgestellten Strategien und Maßnahmen als Projektleiter auf Zeit anwenden, werden Sie erfahren, dass Sie auch ohne Weisungsbefugnis Gehör finden und erfolgreich führen können. Wichtig ist, dass Sie selbstbewusst als Führungskraft auftreten und durch Kompetenz überzeugen.

Quelle
DIV Deutscher Ingenieur Verlag
http://www.ingenieur-verlag.de

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Effektiver entscheiden mit Intuition – 7 Fragen

in Tipps für Manager von Redaktion am 25. März 2009

Warum ist oftmals die erste Idee die beste? Warum erweist sich der erste Lösungsweg, der einem in den Sinn kommt, im Nachhinein als richtig? Warum wissen wir Menschen manchmal Entwicklungen im Voraus – lange bevor diese mit statistischer Sicherheit bewiesen sind? Wenn der Bauch beim Denken hilft, hören wir Menschen oft nicht hin, weil wir zu sehr in analytischen Denkmustern verstrickt sind. Warum wir Menschen öfter einmal unserer Intuition vertrauen sollten und wie man diese unbewusste Intelligenz zum Turbolader macht.

1. Warum tun sich Menschen so schwer, sich auf ihr Bauchgefühl zu verlassen?

Dr. Jürgen Wunderlich: Unsere heutige Wirtschaftswelt ist eine Welt der Analyse. Keine wichtige Entscheidung wird ohne vorhergehende Analyse getroffen. So haben wir es schließlich an der Universität gelernt und genau das ist in Unternehmen gefragt. Wer in Führungspositionen vorstoßen will, wird auf eine Betonung seiner analytischen Fähigkeiten nicht verzichten können. Das Geschehen in modernen Unternehmen wird penibel in Reports erfasst. Schließlich möchte das Management – sie ahnen es – eine Analyse des Geschehens vornehmen und daraufhin bessere Entscheidungen treffen können.

2. Sind dies denn dann auch die besseren Entscheidungen?

Dr. Jürgen Wunderlich: Möglich ist dies natürlich! Doch betrachten wir einmal erfolgreiche Börsenexperten, haben sich diese nicht immer nur auf die allgemein anerkannten Analysten verlassen, sondern vielmehr oft auch auf ihr Bauchgefühl und gerade hier die größten Erfolge erzielt.

3. Und sind damit gewaltig auf die Nase gefallen?

Dr. Jürgen Wunderlich: Das kann natürlich auch passieren! Weder ein analytisches Vorgehen noch das Bauchgefühl garantieren den Erfolg. Beschäftigung mit der eigenen Intuition allerdings erschließt bei den meisten Menschen bislang unbekannte Bereiche des Unterbewussten, in denen viel Potential steckt. So erhöhen Sie die Chance auf eine bessere Entscheidung.

4. Ist das nicht ein Unsicherheitsfaktor, dem sich Unternehmer nicht ausliefern wollen?

Dr. Jürgen Wunderlich: Gerade mittelständische Unternehmen sind hier den Managern einen gewaltigen Schritt voraus. Sie warten mit Entscheidungen oft nicht, bis alles mit hoher statistischer Wahrscheinlichkeit abgesichert und zweifelsfrei bewiesen ist, sie handeln, sobald sie der intuitiven Meinung (Intuition?) sind, dass es sich lohnt. Unsere Intuition beruht in erster Linie auf unbewussten Faustregeln. Diese Faustregeln erweisen sich meist als deutlich effektiver und wirksamer als herkömmliche Entscheidungsfindungsverfahren. Allerdings sind diese Regeln noch nicht alle aufgeklärt. Wenn Sie jemanden theoretisch versuchen zu erklären, wie Fahrradfahren funktioniert. Wie er das Gleichgewicht halten muss. Wann er sich in welche Kurve neigen soll. Wann er die Gangschaltung betätigen soll. Wie er die Feinjustierung auf nicht ganz ebenem Untergrund vornimmt. Dann kommen Sie zu einem unheimlich komplexen Anweisungsgebilde. Alle diese Anweisungen beherrschen Sie, ohne sich auch nur annähernd darauf konzentrieren zu müssen. Es steht Ihnen einfach zur Verfügung. Ähnlich verhält es sich auch mit Ihrer Intuition. Hat man es einmal gelernt und beherrscht das Vorgehen, ist es ein Weg, um schnell zu einer höheren Effizienz zu kommen.

5. Soll ich nun grundsätzlich intuitiv entscheiden und alle anderen Entscheidungsprinzipien über Bord werfen?

Dr. Jürgen Wunderlich: Nein ganz und gar nicht. Es ist viel geschickter, wenn Sie Ihre Intuition gleichberechtigt neben alle anderen Wege zur Entscheidungsfindung setzen. Sowohl die Ratio als auch die Emotion und die Intuition haben ihre Stärken. Wenn Sie diese geschickt miteinander kombinieren, dann gewinnen Sie unheimlich an Power. Vor allem wenn Sie unsicher sind, sollten Sie alle Kanäle befragen, die Sie heranziehen können.

6. Wie ist denn der wissenschaftliche Stand in der Erforschung der Wirksamkeit von Intuition?

Dr. Jürgen Wunderlich: Die Entdeckung der tatsächlichen Fähigkeiten der Intuition steckt noch in den Kinderschuhen, auch wenn uns die Wissenschaft seit ein paar Jahren konkrete  Fakten liefert. Die Entdeckung und vor allem der Nachweis der tatsächlichen Fähigkeiten, die Intuition bietet, ist derzeit eines der spannendsten Themen der Gehirnforschung. Mittlerweile beschreiben immer mehr Forscher und  Wissenschafts-journalisten, welche erstaunlichen Möglichkeiten die Intuition uns Menschen bietet. Eines aber ist sicher: Jeder Mensch hat bereits heute die Möglichkeit, den Erfolg und die  persönliche Wirksamkeit mit ihrer Hilfe deutlich zu steigern.

Auf den bereits existierenden wissenschaftlichen Erkenntnissen und vor allem Erfahrungen der täglichen Unternehmenspraxis aufbauend, gebe ich im Buch Tipps, wie man die eigene Intuition kennenlernen und dieses Potential anzapfen kann. Praxiserprobte Methoden helfen dabei, mehr aus sich und der eigenen Intuition zu machen. Ich selbst war sehr überrascht, als ich über einige faszinierende Experimente der Intuitionsforscher las, wie deutlich doch die Fähigkeit der Intuition unserer reinen rationalen Logik überlegen sein kann. Allein schon, wer das oft zitierte Kartenstapelexperiment von Damasio betrachtet, bei dem die Intuition innerhalb der ersten Züge bereits die richtige Schlussfolgerung nahelegt, während diese erst bei rund 30-40 Zügen später über die kalkulierende Ratio zur Verfügung steht, kann erahnen, welcher Turbolader hier zur Verfügung gestellt wird. Sie können dadurch in allen Lebensbereichen  entscheidende Schritte voraus sein.

7. Und dazu reicht Intuition aus?

Dr. Jürgen Wunderlich: Dass Intuition dazu alleine nicht ausreicht, bin ich mir bewusst und möchte es auch meinen Lesern deutlich aufzeigen: Um wirklich erfolgreich zu sein, bedarf es weiterer Faktoren. Um mehr aus der Intuition zu generieren, umfasst I³-Power deshalb auch drei Turbolader, die sich in allen Führungssituationen nutzen lassen: Intuition, Inspiration und Impulse. Mit der Intuition erschließen Sie sich die Basis für wirksamere Entscheidungen und Ideen. Mit der Inspiration sorgen Sie dafür, dass Sie andere von Ihren Ansätzen überzeugen. Damit aus dieser Überzeugung dann auch Handlungen werden, versetzen Sie den Inspirierten Impulse, die den Antriebsmotor anwerfen. Dieses Dreiergespann versetzt Sie in die Lage, Ihre Intuition mit Ihrem Verstand zu koppeln, ohne dass das eine oder das andere verloren geht.

Vielen Dank für das Gespräch!

Quelle
Dr. Wunderlich
Am Klößchen 13
06774 Rösa
Telefon: 034208/72137
Telefax: 0341/4229832
Homepage: http://www.dr-wunderlich-team.de/

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