Webmontag München zu Gast bei der discuss & discover

in Allgemeines, Home, Messe & Marketing, Mobility & Collaboration, discuss & discover - das Event von Markus Gladbach am 19. Mai 2009

Es war uns wirklich eine Ehre, am 18. Mai Gastgeber des Webmontag München gewesen zu sein. Rund 60 Teilnehmer aus den Bereichen Online, Marketing, PR, Social-Media, aber auch Blogger, Entwickler und Kreative eroberten ab 18.30 Uhr das Pressezentrum. Das Event selbst fand in lockerer, entspannter Atmosphäre statt, das Verhältnis von Teilnehmern und Referenten war sehr ausgewogen, so dass man gegen 22.00 Uhr mit dem Programm durch war und das Networking beginnen konnte. Man sagte uns, dass es im Vergleich zu den zeitgleich stattfindenden Webmontagen in Berlin und Kiel eine sehr große Veranstaltung war. Das positive Feedback der Besucher hat uns sehr gefreut: Tolles Ambiente, großartiges Catering (noch einmal ein großes Dankeschön an die liebenswerte und fürsorgliche Bedienung) interessante Vorträge, anregende Diskussion, nettes Cometogether.  Wir können nur sagen: Danke fürs Kommen.

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Webmontag besteht aus dem Geist, den wir uns auch für die discuss & discover im Oktober wünschen. Es gab viele Vorträge, wo uns wirklich Neues vorgestellt wurde, von großem Staunen begleitet und anschließend intensiv diskutiert – eben discuss & discover. Unser Event wurde wie selbstverständlich im Umfeld der Barcamps, Webmontage, Blogbars etc. aufgenommen. Es entstanden sofort viele Ideen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Selbst Anfragen für einen Messestand haben wir erhalten.

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Hier die Liste der Themen und Referenten

  • Julia Haigis, Pressesprecherin der discuss & discover, stellte das Event vor
  • Nils Hitze: ParallelKingdom/an Augmented Reality Games for iPhone
  • valuescope GmbH / “Vorsprung im Vertrieb” oder wie Semantik helfen kann, aus einer Unmenge von täglichem Web-Content relevante Vertriebschancen herauszufiltern und systematisch anzureichern
  • Nils Hitze: Termine München / Conclusion of interesting Events for Munich
  • Alex Wunschel: Das Podcamp” im Juni in München Niche09″
  • Michael Kausch: Digital Art: User Interfaces der Zukunft – von der Kunst zur Anwendung
  • Emanuel Engelhardt: fettervogel.de / Mobile Content ohne Kleingedrucktes
  • Thomas Pfeiffer: Gespräch über Twitter als professionelles Kommunikationstool
  • Wolfram Kriesing, uxebu: EventList – Anatomy of a fully cloud-based (not only) mobile widget

Uns hat es sehr viel Spaß gemacht und auch inhaltlich viel gebracht. Daher bleibt uns nur zu sagen: Jederzeit wieder!

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Warum discuss & discover nicht als Mittelstands-Event positioniert wird

in Allgemeines, Home, Messe & Marketing, discuss & discover - das Event von Markus Gladbach am 16. April 2009

Wir werden immer wieder darauf angesprochen, warum wir von der Mittelstandspositionierung, die wir bei der SYSTEMS hatten, abgerückt sind. Das hatte mehrere Gründe:

  1. Obwohl wir die SYSTEMS konsequent als Mittelstand-Messe positioniert hatten, setzten sich unsere Besucher jedes Jahr aus 30% Großunternehmen und 70% Mittelstand und KMUs zusammen. Das ist die typische Unternehmensstrukturverteilung, die wir hier in Deutschland haben. D.h., die Besucher hat die Positionierung letztlich nicht interessiert. 
  2.  

  3. Die alleinige Ausrichtung auf den Mittelstand hatte zur Folge, dass man sich mehr auf erprobte Strategien, Lösungen und Produkte konzentrierte. Als Ergebnis mussten wir zum Schluss erkennen, dass wir keine Innovationen mehr vorweisen konnten. Dies kostete uns zum einen viele Besucher, zum anderen wandten sich wichtige Medien von uns ab, da wir ihnen nicht mehr die richtigen Themen bieten konnten, was den Besucherschwund wiederum weiter verstärkte. Dieser Schwund war mit zum Schluss jährlich fast 10.000 dramatisch. 

Das alles hat uns letztlich bewogen, von der Mittelstandspositionierung abzurücken und die discuss & discover als Event für die gesamte IT-Industrie zu bezeichnen, also für Mittelstand, KMUs und Großunternehmen. Dies gibt uns einen größeren Spielraum und – für Aussteller und Besucher letztlich entscheidend – verstärkt die mediale Aufmerksamkeit. Denn ein Event oder eine Messe, die von den Medien weitgehend ignoriert wird, hat mittelfristig keine Möglichkeit, zu überleben. 

Dennoch werden wir den Mittelstand ansprechen: über die Themenwelten und die Inhalte des Kongresses und des Public Forums. Wir glauben, dass wir auf diese Weise dem Anspruch dieser Zielgruppe besser gerecht werden. Denn es ist allemal besser, Mittelstand drin zu haben, als „nur“ Mittelstand drauf zu schreiben. 

Kurzum, jeder, ob klein oder groß, ist bei uns herzlich willkommen. Unser modulares System bietet jedem Unternehmen die Möglichkeit, sich an der discuss & discover zu beteiligen, denn es passt sich flexibel an die jeweiligen Marketing- und Unternehmensstrategien und –budgets der Teilnehmer an. Wir wollen nicht fragen: „Wie viel Fläche benötigen Sie?“ Unsere Frage lautet: „Was können wir für Sie tun, damit Sie erfolgreich sind?“ Und diese Frage möchten wir so oft wie möglich stellen.

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Meine CeBIT – Was wir aus und von Hannover lernen können / Teil 3: Green IT – ein alternativer Landfrauentag für Computer-Freaks?

in Allgemeines, Home, Messe & Marketing, discuss & discover - das Event von Michael Kausch am 11. März 2009

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(Foto: CeBIT)

Aus dem Green IT Village der CeBIT 2008 wurde in diesem Jahr die Green IT World in Halle 8. Drunter macht man’s nicht in der niedersächsischen Metropolregion. Laut Ankündigung der CeBIT sollte es in der grünen Welt um Dinge gehen, wie Cloud Computing, mit dem man die Rechenleistungsbevorratung optimieren kann, um solarklimatisierte Rechenzentren, um eine Art Zylinderabschaltung für Mobilfunkmasten, um sparsame OLED-Bildschirme und und und. An der Aufzählung sieht man schnell, dass eine geeignete Begriffsdefintion vorausgesetzt, so ziemlich jede Innovation sich heute als grün darstellen lässt, denn es gibt immer noch etwas, was mehr Energie unsinniger verbraucht.

Wie aber schrieb die Deutsche Bank Research kurz vor der CeBIT so schön: “IT ist nicht grün und wird es niemals sein.”

Zitieren wir die Studie nach heise online: “Die ITK-Branche sei nicht nur für 2 Prozent der CO2-Emissionen weltweit verantwortlich (was den Emissionen in der Luftfahrt entspreche) sondern auch für eine enorme Zunahme des Stromverbrauchs. … In Rechenzentren würden die Ausgaben für Energie achtmal schneller als die Ausgaben für Hardware steigen, heißt es weiter. Bereits heute machten sie damit den Löwenanteil des IT-Budgets aus. Über den Energieverbrauch hinaus müssten zudem Posten wie der anfallende Elektroschrott oder die Verträglichkeit der bei der Produktion eingesetzten Materialien berücksichtigt werden. So kämen bei der Herstellung von IT-Hardware etwa toxische Substanzen wie Blei, Quecksilber, Kadmium oder Brom zum Einsatz, was eine spätere Wiederverwertung erschwere und zu weiteren Umweltbelastungen führe. Statt sich also von einem Green-IT-”Hype” blenden zu lassen, müsse das Thema gesamtwirtschaftlich betrachtet werden: “Green IT sollte nicht allein als Energiesparen bei der IT, sondern mehr noch als Energiesparen mit der IT verstanden werden.”

Da legen die Peanuts-Forscher der Deutschen Bank ihren Goldfinger aber genau auf die Wunden der Green IT World: nirgends war hier nämlich von gesamtgesellschaftlichen Energiebilanzen zu lesen. Die ganze Ausstellung vereinfachte das Thema auf das Sparpotential neuer und im Vergleich zu ihren ältlichen Vorgängermodellen ressourcenschonender Geräte und zeigte einige regionale Energiesparprogramme auf. Die ganze Ausstellung war großzügig in die Fläche geplant und mit gelehrigen Schrifttafeln und Wandzeitungen zumöbliert. Auf der ganzen Ausstellung gab es kaum Interaktion und Kommunikation, schon gar keine Emotion. Die Schaubilder trafen ziemlich genau das emotionale Niveau von Tapeziertischständen regionaler Landfrauentagungen und Leistungsschauen niedersächsischer Landkreis-Ökonomien.

Green IT ist vermutlich gar kein Ausstellungsthema, sondern ein Kommunikationsthema. Man kann über die ökologische Relevanz moderner IT trefflich auf Symposien streiten und die Vorteile IT-gestützter dezentraler Arbeitsformen und flexibler Geschäftsprozesse in Meetingräumen und Lounges an Best Practice-Beispielen erläutern. Aber man kann als Messe-Veranstalter mit diesem Thema keine “Fläche” machen; jedenfalls keine, die anziehend und nützlich für die Besucher ist. Und so bildeten die 2.000 Quadratmeter der Green IT World am ehesten noch eine Erholungsfläche mit viel Luft und Raum für müde Messebesucher.

Ganz anders das hervorragende Vortragsprogramm der CeBIT zum selben Thema: unterstützt von BITKOM, Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt gab es jeden Tag eine ganze Reihe hervorragender Vorträge zum Thema. Alle Vorträge waren kostenlos direkt im Ausstellungsbereich zu besuchen.

Was folgern wir daraus? Die Messegesellschaften müssen einerseits ihren Fokus auf den Vertrieb von Hallenfläche einschränken und andererseits Businessmodelle entwickeln, mit denen man auch mit öffentlichen Vorträgen als Veranstalter Geld verdienen kann. Dies wird auch die Herausforderung für die discuss & discover im kommenden Oktober in München sein: die Integration hochwertiger Vorträge in den Ausstellungsbereich; ergänzt um angenehme Facilities zur Diskussion mit Experten. Dabei muss, was gut und wertvoll ist, nicht unbedingt kostenfrei sein. Aber langweilige Ansammlungen von Wandzeitungen sollten uns erspart bleiben.

Die CeBIT 2009 ist vorbei. An dieser Stelle stelle ich in fünf Posts einige sehr persönliche Schlussfolgerungen aus der diesjährigen CeBIT zur Diskussion: was können wir aus und von Hannover lernen? WIR, die wir IT-Veranstaltungen organisieren, uns an solchen beteiligen oder sie einfach nur besuchen.

Um folgende Themen geht es diese Woche in meinen fünf Posts zur CeBIT 2009:

Montag: Mut zur Reform statt zur Lücke

Dienstag: Die WebCiety – Hype oder Zukunft der IT-Messen?

Mittwoch: Green IT – ein alternativer Landfrauentag für Computer-Freaks?

Donnerstag: IT Security – Sicherheit nur noch für Spezialisten?

Freitag: Versuch einer Bilanz

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Meine CeBIT – Was wir aus und von Hannover lernen können / Teil 2: Die WebCiety – Hype oder Zukunft der IT-Messen?

in Allgemeines, Home, Messe & Marketing von Michael Kausch am 10. März 2009

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Sascha Lobo mit Intel-Chairman Craig Barrett auf der WebCiety (Photo: CeBIT)

Die CeBIT 2009 ist vorbei. An dieser Stelle möchte ich in fünf Posts einige sehr persönliche Schlussfolgerungen aus der diesjährigen CeBIT zur Diskussion stellen: was können wir aus und von Hannover lernen? WIR, die wir IT-Veranstaltungen organisieren, uns an solchen beteiligen oder sie einfach nur besuchen.

Die WebCiety war sicherlich ein sehr starkes und überzeugendes Konzept der CeBIT 2009. Die umfangreichen Marketingaktivitäten des Veranstalters taten ein Übriges, dass wohl nirgendwo auf der Messe eine höhe Kamera-Dichte zu messen war, als ausgerechnet hier im hintersten Eck der Halle 6.

In tiefschwarzen sechseckigen sogenannten “Homebases” versammelten sich Aussteller wie Communardo, EyeT, Hallo Welt!, I-D Media, Impossible Software und Sapient. Vor allem aber bot die Bühne der WebCiety zahlreiche und überwiegend sehr interessante Diskussionen. Am Freitag fand gar die re:publica hier statt. So konnte man in der Tat unzählige interessante Menschen auf engstem Raum treffen; vor allem natürlich fast alle Adabeis der deutschen und internationalen Weblog-Szene, von Sascha Lobo (der mit der roten Bürste auf dem Kopf) bis zu zu den spreeblickern, aber immer wieder auch in edle Stoffe gewandte Menschen aus Unternehmen, die sich hier schlau zu machen suchten über die seltsamen Dinge, die da im Web 2.0, 3.0 und sonstnochwo auf uns zukommen.

Und genau hier liegt meines Erachtens der Schlüssel zum Erfolg der Münchner discuss & discover im Oktober diesen Jahres. Die Hannoveraner WebCiety stand unter dem Motto “Internet ist coming home”. Hier gab sich die Szene der Blogger und Twitterer ein Stelldichein. Das Münchner B2B-Event kann und muss aber das “Enterprise 2.0” für sich entdecken. Eine “WebCiety”, die sich dem Austausch der Avantgarde der Szene mit den Entrepreneurs aus den Unternehmen verschreibt, kann von Hannover viel lernen und muss freilich über das, was in Hannover geboten wurde, weit hinausgehen.

Es ist zu zeigen, wie Firmen-Wikis das Wissensmanagement im Unternehmen und wie Corporate Blogs die Mitarbeiter- und Kundenkommunikation verändern werden. Das Web 2.0 als Medium der Information Worker muss das Thema der discuss & discover sein. Der gruftig-schwarze Charakter der WebCiety dient dieser Kommunikation sicherlich nicht. Nicht alles was schwarz trägt, ist auch Design! Vor allem aber müsste München etwas bieten, was ich in Hannover schmerzlich vermisst habe: innovative Tools zum Match Making zwischen den Vertretern der verschiedenen Welten. Die Konfrontation von Craig Barrett mit Sascha Lobo war ja eher die Ausnahme. Es braucht aber Orientierungshilfen für moderne Kommunikationsprofis aus etablierten Uuternehmen, wie sie die passenden Dienstleister und Berater aus der Web 2.0-Ära finden und treffen können. Es braucht verstärkt Best Practice-Beispiele zum Thema Enterprise 2.0. Es braucht vernünftige Meeting Lounges statt der furchbar ungemütlichen Kaffee-Ecken in Hannover. Und es braucht eine Integration von etablierten Unternehmen wie Oracle und Microsoft in das, was in München an die Stelle der WebCiety treten kann. Dann wäre die WebCiety ein Vorbild für die Zukunft der discuss & discover; ein Vorbild, das man freilich rasch übertreffen muss (und kann).

Um folgende Themen geht es diese Woche in meinen fünf Posts zur CeBIT 2009:

Montag: Mut zur Reform statt zur Lücke

Dienstag: Die WebCiety – Hype oder Zukunft der IT-Messen?

Mittwoch: Green IT – ein alternativer Landfrauentag für Computer-Freaks?

Donnerstag: IT Security – Sicherheit nur noch für Spezialisten?

Freitag: Versuch einer Bilanz

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Meine CeBIT – Was wir aus und von Hannover lernen können / Teil 1: Mut zur Reform statt zur Lücke

in Allgemeines, Home, Messe & Marketing von Michael Kausch am 09. März 2009

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Nun ist sie also vorbei, die CeBIT 2009. Und sie hat uns genau das gezeigt, was wir alle erwartet haben: Rückläufige Ausstellerzahlen, rückläufige Besucherzahlen, positive Stimmungsberichte von Ausstellern und – selbstverständlich – positive Stellungnahmen der Veranstalter in den üblichen Presseverlautbarungen.

Für mich war es die zweiundzwanzigste CeBIT in Folge. Und ich möchte keine missen, weder die früheren, noch die diesjährige. Deshalb möchte ich in den kommenden fünf Tagen einige sehr persönliche Schlussfolgerungen  aus der diesjährigen CeBIT zur Diskussion stellen: was können wir aus und von Hannover lernen? WIR, die wir IT-Veranstaltungen organisieren, uns an solchen beteiligen oder sie einfach nur besuchen.

Um folgende Themen soll es heute und in den kommenden vier Tagen gehen:

Montag: Mut zur Reform statt zur Lücke

Dienstag: Die WebCiety – Hype oder Zukunft der IT-Messen?

Mittwoch: Green IT – ein alternativer Landfrauentag für Computer-Freaks?

Donnerstag: IT Security – Sicherheit nur noch für Spezialisten?

Freitag: Versuch einer Bilanz

Dann fangen wir mal ganz vorne an …

Wenn man die Medienvorberichterstattung in den letzten Wochen verfolgt hat, konnte man glauben, die diesjährige CeBIT würde nur aus einer gigantischen WebCiety, dem alles beherrschenden Thema Green IT und einigen todschicken neuen mobilen Endgeräten bestehen. Ach ja: und natürlich aus dem großen Terminator, dem California Cyborg und seiner neuen Liebe Cinderella Angie.

Weit gefehlt: Die CeBIT war natürlich auch in diesem Jahr der Bauchladen der Branche: von einer recht ordentlichen eHealth Area über einen Basar mit bunten Handytaschen, einer kleinen Foto-Ecke (mit wunderschöner kleiner Fotoausstellung), einer Telekom(munikations)halle, bei der sich die Deutsche Telekom fast wie zu alten Fernmeldeamtszeiten recht alleine breit machen durfte, über eGovernment, Finance (denen scheint es wirklich schlecht zu gehen), Hardware, Netzwerke bis zu ERP/BRM/CRM/BM/etc war alles vertreten, was heutzutage mit Computern arbeitet. Und genau das erscheint mir heute als Problem: die CeBIT ist nicht zu klein, sondern sie ist zu groß! Zu groß, um die wirklich wichtigen Trends und Tendenzen, die wirklich spannenden Innovationen zu finden.

Sie ist groß, weil IT heute längst eine Querschnitttechnologie geworden ist, und sie in ihrem Drang nach Komplettheit kein Thema ausgelassen hat. Wenn die CeBIT 2009 nochmals rund 25 Prozent Aussteller verloren hat, dann diente dies leider nicht der Fokussierung. Es sind alle Bereiche der ITK vertreten, aber keiner ist mehr komplett: die Netzwerktechnik ohne den Marktführer Cisco, die Software ohne Oracle, Adobe und Lotus, die IT-Sicherheit ohne Computer Associates, Sophos und Utimaco, die Hardware (fast) ohne Hewlett-Packard, Apple und Sony. Die Funktion einer kompletten Marktübersicht kann die CeBIT also nicht mehr bieten. Dafür ist sie zu klein. Aber für die Funktion auf Trends hinzuweisen ist sie zu groß. Wer schon weiß was er sucht, ist auf der CeBIT gut dran. Aber wer die Branche und ihre Bedeutung für unseren Alltag im Jahr 2009 kennenlernen will, der geht auf 200.000 Quadratmeter verloren.

Das Ganze wird noch dadurch verschlimmert, dass sich das Gelände der CeBIT heute der Verkleinerung der Messe ebenso erfolgreich widersetzt, wie vor Jahren ihrer ständigen Expansion: Um die West-Eingänge mit den modernen Hallen 25, 12 und 13 halten zu können blieben große Bereiche des zentralen Hallenkomplexes 14 bis 18 leer. Das aber sind die zentral gelegenen Hallen. Diese “Entkernung” der CeBIT hat zur Folge, dass man weite Wege gehen muss, bei Regen nicht mehr durch die Hallen gehen kann, weil dort die Eingänge versperrt sind und dass trotzdem noch zum Beispiel in Halle 15 gigantische kahle Weideflächen für Würstelesser entstehen, an deren Peripherie viele traurige Koreaner ihre OEM-Bleche im Wesentlichen untereinander und unter Ausschluss der Öffentlichkeit begutachten dürfen.

Der Bereich Forschung und Wissenschaft bildet in Halle 9 wie seit Jahren schon sein eigenes kleines Reich; als hätte er mit der Wirklichkeit unseres Wirtschaftslebens nichts zu tun. Warum werden die interessanten und innovativen Forschungsprojekte nicht ihren Themen zugeordnet? Wer sucht die 3D-Monitore von Fraunhofer im future parc, wenn sie ihren wichtigsten Einsatzort doch gerade in Pilotprojekten im Bereich eHealth finden? Hier hält das Festhalten an alten Traditionen eine sinnvolle Zuordnung nach großen Themen auf. In Halle 9 findet man übrigens auch eine tolle professionelle Anwendung für Microsoft Virtual Earth. Aber wer sucht sie da?

Ich denke, den Anspruch die ganze Branche abzubilden, muss sich die CeBIT abschminken. Sie versammelt aber noch immer tolle Innovationen, hervorragende Redner und neuerdings auch vermehrt interessante Debatten. Der Anspruch die ganze Branche abbilden zu wollen, verhindert aber eine stärkere Themenorientierung, eine vernünftige Fokussierung auf große Trends und Themen, eine bessere Übersichtlichkeit, ein vernünftiges didaktisches Konzept, mit dem einer breiten Öffentlichkeit die Bedeutung der ITK-Branche ermittelt werden könnte. Und auch der Fachbesucher wird nur glücklich, wenn er schon vorher weiß, wen er besuchen will. Und wenn er nicht wegen der Hallenschließungen im Regen stehen bleibt.

Ich wünsche der CeBIT mehr Mut zur Fokussierung, zur gezielten Verkleinerung, zum Experiment. Dass das gut gehen kann, hat der Erfolg der WebCiety ja gezeigt. Doch dazu morgen mehr.

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"Ich möchte gerne einen Computer haben, in den ich reinsprechen kann"

in Allgemeines, Home, Messe & Marketing von Michael Kausch am 27. Februar 2009

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Rechtzeitig zum CeBIT-Beginn präsentiert Deutschlands erstes Computermagazin CHIP eine nette Online-Serie zur Geschichte der Hannoverschen ITK-Messe. So berichtet das Blatt unter den CeBIT Trends 1999 vom Auftritt von Damals-Kanzlers Gerhard Schröder: ‘Ich möchte gerne einen Computer haben, in den ich reinsprechen kann’, verkündet der Kanzler bei einem Rundgang über die Messe. Ein Wunsch, den verschiedene Programme erfüllen wollen, allerdings bleibt der erhoffte Erfolg der Sprachsteuerung auch in den nächsten Jahren aus.” Zehn Jahre zuvor stellte Kanzler Kohl den neuen Service ISDN auf der CeBIT vor. Mal gucken, was Angie dieses Jahr mit Schwarzenegger treibt …

Für mich ist das in diesem Jahr die zweiundzwanzigste CeBIT in Folge. Die kleine CHIP-Serie lässt viele alte Helden noch einmal Revue passieren. Erinnern macht Spaß. Und bei allen Negativmeldungen rund um die diesjährige CeBIT, um den Ausstellerrückgang und um freie Hotelzimmer: ich bin mir sicher, dass es auch in diesem Jahr wieder interessante Dinge zu sehen geben wird: Netbooks, die so klein sind, dass sie in der Hosentasche von Kanzler Birne glatt verschwunden wären, Handys, mit denen man nicht nur fotografieren, Musik hören, komponieren, mailen, kalendern, sondern auch vernünftig telefonieren kann, Green IT-Rechner ohne grüne RTL-Taste (erinnert sich noch jemand an grüne RTL-Tasten?), …

Ich will mir ein Jahr ohne CeBIT nicht vorstellen. Nicht nur, weil die Messe das Jahr so schön strukturiert (nach der CeBIT kommen immer die Winterreifen runter!), sondern vor allem weil man dort viele interessante Menschen aus München trifft. Und bis zur discuss & discover ist es halt noch so lange hin …

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Kaum zu glauben: 700 interessante Punkte in Hannover

in Allgemeines, Home, Messe & Marketing von Michael Kausch am 27. Februar 2009

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Kommende Woche geht es nach Hannover. It’s CeBIT time. Falls Sie noch nicht wissen, wo Sie die Abende verbringen wollen: vielleicht hilft Ihnen ja der CityGuide Hannover von iheads. Mehr als 700 Points of Interest (POIs), darunter 400 Restaurants und Kneipen, aber auch die Herrenhäuser Gärten, die Oper und andere Highlights der Niedersachsen-Metropole listet diese kleine iPhone- und iPod-Anwendung auf. Laut BasicThinking soll der Führer ab 2. März im iTunes-Shop erhältlich sein. Und das Beste: während der CeBIT gibts das Teil kostenlos (danach 4 Euro).

Nichts gegen Hannover – aber wetten, dass es auf der CeBIT mehr als 700 POIs gibt?

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Die Messe München sieht rot

in Allgemeines von Julia Haigis am 21. November 2008

Es ist soweit: am 2. Dezember um 10 Uhr lüftet die Messe München International das Geheimnis um die neue Veranstaltung, die im Oktober 2009 an die Stelle der traditionellen SYSTEMS treten wird. An diesem Tag wird Klaus Dittrich, Geschäftsführer der Münchner Messegesellschaft, im Rahmen einer Pressekonferenz das neue Projekt vorstellen.

Details zum neuen Projekt kann ich hier und heute natürlich noch nicht kommunizieren. Aber das Team, das die Sache hier intern ausbrütet, war in den letzten Wochen schwer beschäftigt, hat zahlreiche andere Messen, Konferenzen, Firmenveranstaltungen, Social Events und Online Communities analysiert; hat Hallenpläne gezeichnet, Preislisten definiert und vor allem schon mit ganz vielen wichtigen Leuten aus der Industrie gesprochen. Und die erste Resonanz war ausgesprochen vielversprechend.

Wie mein Kollege Markus Gladbach hier im Blog vor ein paar Wochen bereits erklärt hat, haben wir ein komplettes, aber zugleich auch “offenes” Konzept entwickelt: wir haben die wichtigsten Themen definiert, die Struktur und den Ablauf des Events. Wir haben die Anregungen und Wünsche der Industrie einfließen lassen,  die ja letztlich die ganze Veranstaltung “bezahlt”.

Aber ab dem 2. Dezember geben wir unser Projekt für die Diskussion in der Blogger Community und in der interessierten Öffentlichkeit  frei. Und Euer Feedback wird im Laufe der nächsten neun Monate in die finale Ausgestaltung Eingang finden. Die Online Community spielt eine große Rolle für uns. Ich freue mich schon auf die Diskussion.

Am 2. Dezember findet ihr hier alle Details zum neuen Event. Soviel nur vorweg: er wird ROT!

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Ein paar Worte zum letzten SYSTEMStag mit Markus Gladbach (Systems / Marketing und Kommunikation)

in Allgemeines von oliverg am 24. Oktober 2008

Die Systems rechnet mit 39.000 Besuchern und ist damit nur minimal unter Vorjahr. Das hatte man auch erwartet, da etwas weniger Aussteller da waren, die eben dann auch weniger Besucher ziehen.

Aber die Brand SYSTEMS war nicht zu halten, denn sie musste sich immer mit ihren besten Zeiten vergleichen lassen.

Die Stimmen der Aussteller dazu sind eher ausgewogen, sie sind gespannt, was das neue Konzept bieten wird.

Faktisch hat die Ankündigung keine Besucher erschecht, denn gestern war nicht nur der besucherstärktste Tag, er lag auch genau auf dem Level des letzten Jahres.

Die Erfahrungen mit den Bloggern waren sehr gut und sie werden sicher einen Platz in dem neuen Konzept finden.

Bei der Messe wird sogar schon darüber nachgedacht ob man nicht sogar einen Teil der Themengestaltung der Community überlassen kann.

Markus Gladbach hat zugesagt, im Laufe des Tages hier in die Kommentare zu sehen und (heute noch und in den nächsten Tagen) auf Fragen zu reagieren.

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Das Wort zum Donnerstag

in Allgemeines von Alexander Broy am 23. Oktober 2008

Unbestätigten Gerüchten zufolge – Gerüchten, die, wie könnte es auch anders sein, aus üblicherweise gut unterrichteten Kreisen stammen – ist heute der bisher besucherstärkste Tag hier auf der SYSTEMS. Ob sie nun alle gekommen sind, um noch einmal leicht wehmütig durch die Hallen zu schlendern, oder ob durch das große Medienecho der gestrigen Ankündigung, einige erst jetzt mitbekommen haben, dass die Messe diese Woche stattfindet, weiss ich nicht. Jedefalls ist die Stimmung gut und die meisten scheinen mit positiver Erwartung der Münchner IT Veranstaltung ohne Namen, entgegen zu sehen.

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