Computern in der Wolke – Cloud Computing gehört die Zukunft

Seit mehreren Monaten schon geistert der Begriff „Cloud Computing” durch die Schlagzeilen der IT-Medien. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Grid Computing, bei dem es um reine Rechenleistung geht, und Software as a Service (SaaS), also die Bereitstellung skalierbarer IT-Services einschließlich standardisierter Anwendungen über das Internet.

Eines Tages wird es sich für viele Unternehmen einfach nicht mehr lohnen, eigene Server zu betreiben. Philipp Huber, COO des Cloud-Providers XCalibre Communications, drückt es so aus: „Es wird wahrscheinlich nur noch ein bis zwei Jahre dauern, bis Cloud Computing effizienter ist als die weltweit bestgeführten IT-Organisationen in Unternehmen.”

Vom SaaS-Paradigma unterscheidet sich Cloud Computing wie folgt:

  1. Die Infrastruktur des Cloud Computing ist vorgegeben und unterliegt anders als bei SaaS nicht den Entscheidungen des Anwenders.
  2. Die Serverstruktur in der Cloud ist fast immer vollständig virtualisiert.
  3. Die Cloud selbst ist in aller Regel hochverfügbar und weitgehend ausfallsicher.
  4. Die Abrechnung der Cloud-Services erfolgt zumeist auf der Basis konkreter CPU-Stunden oder Datenmengen.

Unternehmen, die heute bereits ihre IT-Strukturen virtualisieren oder moderne Grid-Technologien einsetzen, können schnell, sanft und kostengünstig ins Cloud Computing migrieren. Dabei können einzelne Projekte jederzeit – auch zeitlich befristet – in die Cloud verschoben werden, wofür man mit dem Provider in aller Regel keine langfristigen Verträge abschließen muss.

Alle großen IT-Unternehmen bieten heute eine mehr oder weniger umfangreiche und konsistente Produkt- und Lösungspalette für das Arbeiten in der Cloud an.

Betrachten wir als Beispiel einmal Oracle: Zu den zentralen Elementen für eine Oracle-basierte Cloud gehören

  1. Oracle Real Application Clusters (RAC) unterstützt den Einsatz einer einzelnen Datenbank in einem Cluster von Servern mit hoher Fehlertoleranz und Skalierbarkeit, ohne dass Anwendungen geändert werden müssen.
  2. Oracle Automatic Storage Management (ASM) vereinfacht das Storage Management quer über alle Server- und Speicher-Plattformen.
  3. Oracle Virtual Machine (VM) als Teil des Oracle On Demand Managed Services Grid, das  neben Oracle Applikationen auch Applikationen anderer Anbieter, sowie Fusion Middleware und Linux unterstützt.
  4. Oracle Application Grid vereinfacht die Verteilung von Hardware-Ressourcen auf die Applikationen und steigert so die Effizienz, die Skalierbarkeit und die Service Levels.

Mit diesen Werkzeugen realisieren Unternehmen jeder Größe unabhängig von der Branche, der sie angehören, heute zentrale Vorteile:

  1. Reduzierung des Platzbedarfs für die IT um bis zu 80 Prozent
  2. Senkung der IT-bezogenen Energiekosten um bis zu 60 Prozent
  3. Verbesserte Service Level Agreements
  4. Kostensenkung für Anwendungen um bis zu 30 Prozent
  5. Senkung der Personalkosten
  6. Effizientere Nutzung der Ressourcen durch Ausgleich von Spitzenlasten
  7. Flexibilisierung der Geschäftsprozesse
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