3 Tipps für den Türöffner „Small Talk“
Manchmal würden wir ja gerne mit jemandem ins Gespräch kommen. Doch so sehr wir uns auch das Gehirn zermartern, es fällt uns einfach nichts Geistreiches ein. Wir fühlen uns unwohl, wenn wir über Dinge reden müssen, die nichts mit unserem Fach zu tun haben. Das ist schade, denn so verlieren wir an Wirkung.
Small Talk ist etwas Leichtes und Beschwingtes, ein Türöffner in jedes Gespräch. In einem gelungenen Small Talk können Sie die Sympathien Ihres Gegenübers gewinnen, Vertrauen aufbauen und die Atmosphäre lockern. Außerdem ist Small Talk die wichtigste Voraussetzung zum Networking. Wer die Kunst des Small Talks nicht beherrscht oder bewusst darauf verzichtet, macht den Eindruck eines verschlossenen Menschen, der an anderen nicht interessiert ist. So gelingt es leicht(er):
Tipp 1: Echt gemeinte Komplimente
Begegnet nicht jeder von uns gerne Menschen, die ihn durch ein Kompliment in eine gute Stimmung versetzen und für ein angenehmes Gesprächsklima sorgen? Schon Mark Twain wusste: „Von einem guten Kompliment kann ich zwei Monate leben.”
Tipp 2: Gemeinsamkeiten hervorheben
Bleiben Sie im Small Talk so lange wie möglich bei den Gemeinsamkeiten und umgehen Sie alles Trennende! Das Diskutieren über Meinungsverschiedenheiten löst unweigerlich ein wechselseitiges Argumentieren aus.
Tipp 3: Fragen stellen
Der Königsweg zur gepflegten Unterhaltung ist wohl die Frage. Ob „Woher kennen Sie (bzw. kennst du) den Jürgen?”/„Ob wir heute trocken nach Hause kommen?” auf eher privaten Partys – oder „Sie sagten vorhin, Sie kommen aus … Da haben Sie sicher eine lange Fahrt hinter sich?”/„Sagen Sie, seit wann beschäftigen Sie sich schon mit …?” bei offiziellen Veranstaltungen. Wer eine offene Frage stellt, kommt mit anderen Menschen meist sehr schnell und leicht ins Gespräch.
Autor
Gerhard Reichel
Institut für Rhetorik,
Goethestraße 1,
91301 Forchheim,
Tel.: 09191/89501,
Fax: 09191/2801,
Email reichel.seminare@t-online.de
http://www.gerhardreichel.de.








In langjährigen Versuchsreihen während klassisch-unsäglichen Businessmeetings konnte ich auch folgende Gesprächsopener, entwickelt vom amerikanischen Rhetorik-Guru G.Marx, als absolut zielführend verifizieren:
1. “If you’ve heard this story before, don’t stop me, because I’d like to hear it again.”
2. “Next time I see you, remind me not to talk to you.”
3. “Well, art is art, isn’t it? Still, on the other hand, water is water! And east is east and west is west and if you take cranberries and stew them like applesauce they taste much more like prunes than rhubarb does. Now, uh… Now you tell me what you know.”
Wer nach einer dieser Gesprächseröffnungen den Abend bereitwillig mit ihnen verbringen möchte, ist sicherlich spannender, als die Dame, die bei der Frage „Ob wir heute trocken nach Hause kommen?” dumm glotzend Ihnen an den Lippen hängt. Mal so gesagt …