Warum discuss & discover nicht als Mittelstands-Event positioniert wird
Wir werden immer wieder darauf angesprochen, warum wir von der Mittelstandspositionierung, die wir bei der SYSTEMS hatten, abgerückt sind. Das hatte mehrere Gründe:
- Obwohl wir die SYSTEMS konsequent als Mittelstand-Messe positioniert hatten, setzten sich unsere Besucher jedes Jahr aus 30% Großunternehmen und 70% Mittelstand und KMUs zusammen. Das ist die typische Unternehmensstrukturverteilung, die wir hier in Deutschland haben. D.h., die Besucher hat die Positionierung letztlich nicht interessiert.Â
- Die alleinige Ausrichtung auf den Mittelstand hatte zur Folge, dass man sich mehr auf erprobte Strategien, Lösungen und Produkte konzentrierte. Als Ergebnis mussten wir zum Schluss erkennen, dass wir keine Innovationen mehr vorweisen konnten. Dies kostete uns zum einen viele Besucher, zum anderen wandten sich wichtige Medien von uns ab, da wir ihnen nicht mehr die richtigen Themen bieten konnten, was den Besucherschwund wiederum weiter verstärkte. Dieser Schwund war mit zum Schluss jährlich fast 10.000 dramatisch.Â
Das alles hat uns letztlich bewogen, von der Mittelstandspositionierung abzurücken und die discuss & discover als Event für die gesamte IT-Industrie zu bezeichnen, also für Mittelstand, KMUs und Großunternehmen. Dies gibt uns einen größeren Spielraum und – für Aussteller und Besucher letztlich entscheidend – verstärkt die mediale Aufmerksamkeit. Denn ein Event oder eine Messe, die von den Medien weitgehend ignoriert wird, hat mittelfristig keine Möglichkeit, zu überleben.Â
Dennoch werden wir den Mittelstand ansprechen: über die Themenwelten und die Inhalte des Kongresses und des Public Forums. Wir glauben, dass wir auf diese Weise dem Anspruch dieser Zielgruppe besser gerecht werden. Denn es ist allemal besser, Mittelstand drin zu haben, als „nur“ Mittelstand drauf zu schreiben.Â
Kurzum, jeder, ob klein oder groß, ist bei uns herzlich willkommen. Unser modulares System bietet jedem Unternehmen die Möglichkeit, sich an der discuss & discover zu beteiligen, denn es passt sich flexibel an die jeweiligen Marketing- und Unternehmensstrategien und –budgets der Teilnehmer an. Wir wollen nicht fragen: „Wie viel Fläche benötigen Sie?“ Unsere Frage lautet: „Was können wir für Sie tun, damit Sie erfolgreich sind?“ Und diese Frage möchten wir so oft wie möglich stellen.
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Es ist richtig, sich nicht alleine auf den Mittelstand zu konzentrieren, den sowieso jeder Aussteller für sich individuell definiert.
Was stört, ist, dass die Messe eine so klare Positionierung hat und dies kaum kommuniziert.
Der Anfang des Jahres versandte Flyer zur discuss & discover vermittelte ehrer das Gefühl einer Agenturpräsentation und trägt kaum dazu bei das neuartige Konzept wirklich allen potentiellen Ausstellern näher zu bringen.
Wo man hinsieht bzw. Gespräche führt herrscht Verwirrung was die Messegesellschaft wirklich mit dieser Messe will. Im Zweifel macht man erst mal nichts, oder geht auf die IT&Business in Stuttgart.
Durch die sehr zurückhaltende Informations- und die bisher nicht wahrnehmbare Werbekampagene wird die discuss & discover deshalb mit Sicherheit gegenüber dem neuen Wettbewerber aus Stuttgart “Ferdern” lassen.
Das wäre tatsächlich nicht nötig, denn wer das Konzepot kennt wird es für gut und notwendig erachten. Messegesellschaften müssen künftig mehr leisten als das Vermieten von Standfläche und das hat die Messe München richtig erkannt.
Es wäre schön, wenn die Messegesellschaft mehr in ihre eigenen Ideen vertrauen und investieren würde. Nur wer eine Sache mit aller Kraft und Stringenz durchzieht wird auch Erfolg ernten.
Dies wünsche ich der der Messe München!
Hallo Herr Heilmeier,
da haben Sie natürlich vollkommen recht. Und es freut uns, dass Sie mit uns die Notwendigkeit einer Veränderung teilen.
Aber inzwischen haben wir fünf weitere Presseinformationen versandt (künftig sind es rund zwei pro Woche), in etlichen IT Online-Medien haben wir Werbebanner geschaltet, ab Juli gehen wir mit Anzeigen raus und der Vertrieb macht eine Roadshow nach der anderen. Einige Konzerne wie beispielsweise Microsoft und auch etliche Medien haben inzwischen ihre Zusage gegeben, so dass wir nun die Gewissheit haben, dass der Knoten geplatzt ist.
Das Produkt ist komplex, und wir werden nicht nur in diesem Jahr konsequent das Zusammenspiel von Themen und Modulen erläutern müssen. Eines jedoch wissen wir jetzt schon, und das treibt uns mit viel Schwung voran: das Event im Herbst wird erstklassig, man wird die discuss & discover so erleben, wie wir uns das wünschen, und wer ein Zeichen setzten will, der ist im Oktober dabei.