Was nix kost, iss nix! Gut, dass wir lernen, für das Web 2.0 zu bezahlen!


Wie das Handelsblatt gestern berichtete, sind immer mehr Internet-Nutzer bereit, für moderne Web 2.0-Services Geld zu bezahlen. Die Business-Community XING sieht sich gar bereits als Krisengewinner und konnte im vergangenen Jahr ihren Umsatz um 80 Prozent auf gut 35 Millionen Euro steigern. Mehr als eine halbe Million Menschen werden bei XING inzwischen als zahlende Premium-Mitglieder geführt.

Sicherlich profitiert XING als beliebter Kontakthof für Bewerber und Headhunter von der derzeitigen wirtschaftlichen Krise. Aber grundsätzlich zeigt der Erfolg des deutschen Web 2.0-Entrepreneurs ebenso wie das neuerdings verstärkte Engagement seines amerikanischen Herausforderers LinkedIn, dass sich die Investitionen in Web 2.0 auszuzahlen beginnen

Auch Messegesellschaften werden in Zukunft nicht darum herumkommen, sich dem Social Web verstärkt zu öffnen. Dabei sehe ich nicht nur die Messen als Präsentationsplattform für Social Media-Anbieter (wie die CeBIT dies in ihrer WebCiety in diesem Jahr plant). Vielmehr wird es darauf ankommen, Social Media-Formate mit Angeboten im “Real Life” zu kombinieren. Unternehmen müssen die Möglichkeit erhalten über Communities und interaktive Online-Plattformen Leads zu generieren, die später durch persönliche Kontakte auf Events stabilisiert werden können. Ein bißchen ist das wie bei Dating-Plattformen: im Web findet man schnell Partner, die auf dem Papier – nein: auf dem Bildschirm – zu einem passen. Zu Knistern beginnt es – wenn alles klappt – aber erst, wenn man sich live gegenübersteht. Dieses Live-Erlebnis macht den Beitrag von Messegesellschaften zum Marketing-Mix aus.

Die discuss & discover will einerseits versuchen durch intelligente Online-Angebote die “Anbahnungsphase” im Leadmanagement zu optimieren, und andererseits durch zahlreiche Live-Events im kommenden Oktober die Emotionalität bieten, die intensive und vertrauensvolle Kundenbeziehungen erst möglich machen. Die Event-Angebote reichen von Social Events über Konferenzen und attraktive themenorientierte Ausstellungen bis zu Firmenveranstaltungen.

Dabei ist nicht allein die Gleichzeitigkeit dieser Event-Formen entscheidend, sondern die Verknüpfung dieser Elemente der discuss & discover. Wie kann sowas konkret aussehen?

Ein Textbeitrag oder eine Anzeige im Online-Newsletter der discuss & discover sind Elemente der Lead-Generierung im Frühjahr und Sommer. Immerhin wendet sich der Newsletter an rund 80.000 aktive Abonnenten. Ein Engagement hier im Blog vermittelt innerhalb der Community zusätzlich inhaltliche Kompetenz. Auf der discuss & discover im kommenden Oktober werden schließlich die neu gewonnenen Kontakte  zu einer Key Note Speech in der Konferenz eingeladen und anschließend in der eigenen VIP Lounge intensiv “kennegelernt”. Wichtig ist dabei eine optimale Abstimmung zwischen Konferenzprogramm und eigenen Aktivitäten auf der discuss & discover.

Vielleicht will das Unternehmen aber auch gemeinsam mit den Experten der Messe München Anwenderberichte im IP-TV-Format produzieren und auf der Web Site der discuss & discover veröffentlichen. Vieles ist denkbar. Die discuss & discover jedenfalls ist offen für neue Formen der Kommunikation. Auch wenn vieles sich noch im Ankündigungs- und Vorbereitungsstadium befindet: hier bei der discuss & discover werden wir Web 2.0 leben – nicht nur präsentieren!

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